Hitlers Geldfälscher – die Operation Bernhard

Shownotes

Im KZ Sachsenhausen zwang die SS ausgewählte jüdische Häftlinge zur massenhaften Produktion täuschend echter britischer Pfundnoten, um die Wirtschaft Großbritanniens zu destabilisieren. Einer von "Hitlers Geldfälschern" war Adolf Burger, dessen Autobiographie die extremen Arbeitsbedingungen, die technische Präzision der Fälschungen und die moralischen Konflikte der Gefangenen dokumentieren. Die Operation zeigt exemplarisch, wie Fachwissen im NS-Staat unter Zwang für strategische Kriegsziele instrumentalisiert wurde. Vielen Dank an Florian Schimikowski, wissenschaftlicher Leiter des Spionagemuseums in Berlin (https://www.deutsches-spionagemuseum.de/)).

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00:00:00: Faszinierende Ereignisse.

00:00:02: Spektakuläre Momente, unerwartete Wendungen Jahrhundertgeschichten Stories die das wahre Leben schrieb.

00:00:13: Heute Hitlers Geldfälscher Die Operation Bernhardt Jahrhundert Geschichten Der

00:00:21: True Life Podcast

00:00:23: mit Armin Gro Österreich Juli Toplitzsee.

00:00:38: Am Ufer stehen VW-Busse mit einem Sternlogo drauf, ein Zelt wird aufgebaut, Taucherausrüstungen werden bereitgestellt, rege Betriebsamkeit an so einem einsam gelegenen See.

00:00:53: Männer in Badehosen rodern ständig raus Auf dem Wasser schwimmt eine Plattform Eine schwimmende Fischerhütte Seilwinden und Greifhaken.

00:01:06: Ein Mann auf der Plattform dirigiert die Aktion Die Männer suchen irgendwas, mit Wassersonden und Kameras wird der See tief gescannt.

00:01:20: Oft wird nachts gearbeitet damit keiner was mitbekommt Und dann... siebenundzwanzigster

00:01:29: Juli

00:01:30: Drei

00:01:31: Uhr morgens

00:01:32: springt Wolfgang Löde ins Wasser.

00:01:35: Paar Sekunden später taucht er auf, triumphiert!

00:01:38: Er hat's geschafft!

00:01:40: Löde hat gefunden was er jahrelang gesucht hatte.

00:01:57: Seit dem Kriege geführt werden gibt es Spionage.

00:02:02: Seit es Banknoten gibt wird Geld gefälscht.

00:02:05: Eine Jahrhundert Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg bringt beides zusammen.

00:02:11: Dabei wollten sich die Fälcher nicht die Taschen voll machen, vielmehr war es der Versuch eine feindliche Volkswirtschaft zu ruinieren.

00:02:20: Geld als Waffe!

00:02:22: Spionageoperation Bernhardt.

00:02:26: Die Operation Bernhardt sollte durch eine massive Produktion von englischem Falschgeld eine extreme Geldentwertung auslösen.

00:02:35: Dadurch die britische Wirtschaft destabilisieren, also eine Inflation auslösen und auch die Glaubwürdigkeit des Funds bei der Bevölkerung zerstören.

00:02:44: Und dadurch natürlich die Kriegsmacht England massiv in ihren Möglichkeiten einschränken.

00:02:49: Das war sozusagen das erste Ziel Und das hat sich dann ein bisschen gewandelt im Laufe der Operation.

00:02:55: Später wollte, dass es Regime ... Die Spionage-Aparate haben nicht besonders viel Geld und wollen dann sozusagen auch das ganze Geld nutzen um ihren Geldmangel auszugleichen.

00:03:03: Das heißt sie wollen damit die Wiesen schaffen und sich bereichern und Spione bezahlen Kriegsmateriale zahlen und ähnliches anderes.

00:03:10: Florian Chemikowski ist Historiker und wissenschaftlicher Leiter des Spionagemuseums in Berlin wo man eine gefälschte Banknote des Unternehmens Bern hat bestaunen kann.

00:03:24: Berlin im Spätsommer, neunzehnhundertneinunddreißig Während die Welt den Atem anhält und die Wehrmacht die Motoren für den Überfall auf Polen warm laufen lässt Brüten Männer in schwarzen Uniformen In den Büros des Reichssicherheitshauptamtes über einer Waffe Die keine Kugeln benötigt.

00:03:46: Es ist eine Waffe, die das Herz des britischen Empire treffen soll.

00:03:52: Das unendliche Vertrauen in das Pfund

00:03:54: soll

00:03:55: erschüttert werden.

00:03:56: Damals die Weltwährung, die Nationalsozialisten nutzen ein eigenes Trauma – Die verheerende Hyperinflation der nineteenhundertzwanziger Jahre in der Weimarer Republik.

00:04:09: Eine Gesellschaft zerbricht schnell wenn das Geld in den Händen zu wertlosem Papier verkommt.

00:04:16: Aktion Bernhard hieß Anfangs Andreas Florian Schimikowski.

00:04:22: Aktion Andreas, die schon einige wichtige Grundlagen liefert eben daran auch nicht so ganz dieses industrielle Marschstabsmäßige Felschen am Ende durchsetzt.

00:04:33: und Heinrich Himmler, der dann als Reichsführer ISS und auch Chef der Deutschen Polizei grundauf den Reitsicherheitshauptamt also dieser großen Ballum vom Geheimdienst vorsteht, der greift an diese Idee auf und treibt sie dann im Ende weiter.

00:04:46: Also tatsächlich sieht man das wirklich die obersten Spitzen der NS-Führungsriege sind, die an dieser Operation Interesse haben und auch diese Operation vorantreiben.

00:04:56: Reinhard Heidrich – Der kühle Architekt der Entlösung erkennt das Potenzial eines ökonomischen Krieges und ruft Aktion Andreas aus.

00:05:06: Hitler segnet ab!

00:05:09: Heidricks Plan sieht vor, dass vereinigte Königreich mit gefälschten Pfundnoten der Bank of England zu fluten.

00:05:17: Massenhafte falscher Abwürfe über London und den Industriezentren sollen die britische Währung entwerten, das Finanzsystem zum Einsturz bringen und die Kriegsbereitschaft der Bevölkerung im Chaos versinken lassen.

00:05:32: In Berlin-Charlottenburg, Dellbrückstraße in einem ehemaligen Ausbildungszentrum des Sicherheitsdienstes beginnt die erste Phase.

00:05:42: Genau, im Jahr neununddreißig kommt die Idee auf und Apfel.

00:05:46: Im Jahr neunsundvierzig beginnt das.

00:05:47: Geleitet wird das Ganze dann von Alfred Naujox.

00:05:50: Das ist der Chef der Gruppe Technik in diesem Reichssicherheitsamt.

00:05:54: Die versuchen dann erst mal herauszufinden wie können wir an diese Fälschung herangehen?

00:05:58: Also wie kann man das Papier nachproduzieren?

00:06:00: Wie können wir die Druckplatten nachproduzieren?

00:06:02: Was hat es mit dieser Seriennummer auf sich, das sind so die drei großen Probleme bei der Schälschung.

00:06:07: Das Ganze läuft halt relativ langsam an.

00:06:09: D.h.,

00:06:10: es werden zwar wohl ein paar Hunderttausend vielleicht sogar von den Falschkölten produziert aber passiert damit nicht viel d.h.

00:06:17: das kommt gar nicht erst groß in den Verkehr heilen.

00:06:22: der den Zweiten Weltkrieg im wahrsten Sinne des Wortes vom Zaun gebrochen hat.

00:06:26: Beim Überfall auf dem Sender Gleibitz hatte New Yorks die operative Leitung vor Ort.

00:06:32: Aktion Andreas ist ein mühsamer Prozess des Herantastens.

00:06:37: Das britische Pfund galt als die sicherste Währung der Welt, deutsche Wissenschaftler und Spezialisten analysieren unter dem Mikroskop die Geheimnisse der Geldscheine.

00:06:49: Fast einenhundertfünfzig winzige Details wie zufällige Druckfehler wirken sind eigentlich die Coats der Echtheit.

00:06:58: Es reicht nicht nur zu drucken Man muss die Seele einer Währung kopieren.

00:07:05: Die Bank of England druckte in den dreißiger Jahren farbige und sogenannte weiße Scheine, vereinfacht gesagt sind das schwarz-weiße Geldnoten.

00:07:16: Ein großer Vorteil war dass die Druckerfarbe für diese Banknoten in Deutschland produziert wurde.

00:07:21: einen wesentlichen Bestandteil hatte man schon bei dem Papier war das deutlich kompliziert dann.

00:07:25: Das war eigentlich das größte Problem, das Papier so herzustellen, dass es wirklich authentisch sich auch anfühlte weil es eine sehr hochwertige spezielle Papierstruktur war.

00:07:34: D.h.,

00:07:34: man hat das an deutscher Universität letztendlich Geschichte und dort wurde dann verschiedensten chemischen Tests, physikalische Tests dieses Papier analysiert bis man an eine Textur kam die sehr nahe an dieses englische Papier herankam Das aus Baumwohnungsstand, aber mit einem speziellen Anteil an Fasern und Faserroststoffen, der noch da sozusagen vor allem Lein eingemischt wurde.

00:07:58: Die

00:07:58: ersten Versuche das Papier herzustellen scheiterten kläglich.

00:08:03: Damals neues hochwertiges Leinen liefert ein Papier, dass unter ultraviolettem Licht hell aufleuchtet.

00:08:11: Ein sofortiges Todesurteil für jede Fälschung!

00:08:14: Die deutsche Gründlichkeit findet schließlich die Lösung.

00:08:19: Das britische Papier wird aus alten verschmutzten Leinenlappen hergestellt.

00:08:25: Die SS beginnt sofort vor allem auf dem Balkan ungewaschene Lumpen zu sammeln.

00:08:31: Den Großteil des Papiers produzierte schließlich die Papiermühle in Spechthausen, ein Ortsteil von Eberswalde.

00:08:39: Ein kleinerer Teil der Produktion kam von der Harnemühle bei Dassel östlich von Paderborn.

00:08:46: Die Deutschen fälschten vor allem fünf, aber auch zehn, zwanzig und fünfzig Pfundnoten der weißen Scheine.

00:08:54: Der in Aussehen seit dem neunzehnten Jahrhundert nicht verändert wurde.

00:08:58: Große Scheine!

00:09:00: Neunzehnmal zwölf Zentimeter mit royal geschwungener Schrift, nur auf einer Seite bedruckt.

00:09:07: Mit eine Abbildung der Britannier oben links – mit Wasserzeichen und Unterschriften mit Seriennummern.

00:09:14: Vor

00:09:14: allem gerade auf den Druckplatten.

00:09:15: diese Britannia nachzumachen hat es einen mehr nun alsigen Aufwand gekostet.

00:09:20: Diese Sicherheitsmerkmale waren häufig tatsächlich eher Fehler.

00:09:24: Das heißt also Fehler- und Abschlusslöscherscheinungen in den britischen Druckplaten.

00:09:29: Es gab einen kleinen Fleck in i, in der Wertrezeichnung five und da es gab eine winzige Einkernung im Buchstaben F bei Bank of England.

00:09:37: Man muss also sozusagen keine perfekte Druckerplatte machen sondern dann muss eben auch diese ganzen kleinen Fehler, das muss man natürlich genauso replizieren und dazu musste man natürlich auch tatsächlich diese Bugbluten sehr genau analysieren.

00:09:50: Problematische Sicherheitsmerkmal war eigentlich der Nummern-Cout.

00:09:54: Im Jahr nineteenhundert, zweiundvierzig Gerätprojekt Andreas ins Stocken.

00:10:00: Die Qualität der Blüten war ja gar nicht so schlecht Aber Alfred Naujox fiel in Ungnade bei Heidrich und Himmler musste seinen Hut nehmen.

00:10:10: die ganzen Hintergründe sind tendenziell unklar.

00:10:14: Florian Schimikowski

00:10:16: gab wohl auch Korruptionsvorwürfe gegen Naujox also da lief noch ein bisschen mehr ab.

00:10:20: Ein neuer Mann bringt eine mörderische Dynamik in die Operation Bernhard Krüger.

00:10:27: Der SS-Sturmbannführer ist kein Haudegen der Front, sondern ein präziser Textilingenieur und Experte für Dokumentenfälschung.

00:10:38: Das Unternehmen wird neu getauft.

00:10:41: Operation Bernard Krüge erkennt dass die bisherigen Versuche in Berlin zu unsicher und zu wenig industriell waren.

00:10:51: Er braucht Perfektion, absolute Geheimhaltung – und was am wichtigsten ist?

00:10:57: Arbeiter deren Leben keinen Pfennig wert ist!

00:11:01: Er analysiert dann, was bisher in der Operation Andreas gemacht wurde und es gibt natürlich eine wesentliche neue Ausrichtung.

00:11:07: Es wird nicht mehr in Berlin gemacht, sondern es soll im Kassettsachsenhausen gemacht werden mit jüdischen Gefangene.

00:11:13: Januar dreiundvierzig ungefähr beginnt dann die Serienproduktion in Kassetsachsenhausen mit immer mehr Heftlinge zu kommen.

00:11:20: Am Ende sind das etwas knapp über hundertvierzzig Heftlingen, die dort

00:11:23: arbeiten.".

00:11:23: In den Blöcken achtzehn- und neunzehnt des Kassettes Sachsenhausens wird eine Welt in der Welt geschaffen.

00:11:30: Ein doppelter Stacheldrahtzaun geladen mit tausend Volt trennt die Barakten vom restlichen Lager.

00:11:37: Es ist eine Zone der totalen Isolation.

00:11:41: Krüger selektiert jüdische Häftlinge aus den Vernichtungslagern des Ostens, sucht Experten für Grafik, suchtt Druckersetzer Buchbinder Fotografen, Gravöre und Finanzfachleute – und lässt sie nach Sachsenhausen deportieren!

00:11:58: Die Heftlinge wissen von der ersten Sekunde an, ihr handwerkliches Können ist ihre einzige Lebensversicherung.

00:12:06: Florian Chemikowski.

00:12:08: Generell

00:12:08: ist es natürlich, dass die Geheimhaltung extrem wichtig war.

00:12:12: Erflinger hatten aber auch den Vorteil, dass sie ein bisschen Privilegien genossen haben.

00:12:16: also Sie durften zum Beispiel normale Alltagskleidung tragen und sie durften besseres Essen bekommen, uns die Haare wachsen lassen.

00:12:24: Haben wir Einzelbetten geschlafen und ähnliches anderes.

00:12:26: Die wurden auch das Respekt voller behandelt.

00:12:28: allerdings hat die Geheimatur ja auch ihren Nachteiler.

00:12:31: so zum Beispiel wurden sie dauerüberwacht wenn sie krank wurden dann wurden sie nicht in das Kranken des Kassetts gewacht, sondern wenn sie nicht gesund wurden, wurden sie im Zweifel erschossen.

00:12:40: Der Alltag war natürlich hier nicht ohne also trotz aller Privilegien auch ein zwei zwölf Stunden Schichtbetrieb.

00:12:45: Also es war sehr anstrengend und es wurde auch sehr darauf geachtet dass wirklich die Qualität auf höchstem Niveau war.

00:12:52: Man konnte das sogar auch nicht schlechter arbeiten oder ähnliches.

00:12:54: umsofern herrscht schon einen enormen Druck.

00:12:57: Radio hören Tischtennis spielen Theaterabende so lange die Presse laufen Solange die Qualität der Blüten stimmt, alles gut.

00:13:08: Trotzdem es ist ein goldener Käfig in dem die Arbeiter sitzen.

00:13:14: Die Privilegien sind kein Ausdruck von Humanität sondern Kalkyl von Bernhard Krüger.

00:13:22: Eine zitternde Hand vor Hunger kann keine Druckplatte gravieren.

00:13:27: Ein Geist, der nur an die nächste Wassersuppe denkt kann die komplexen Wasserzeichen nicht kontrollieren.

00:13:34: Jedes Stück Wurst erinnert die Arbeiter an ihre Funktion als Spionage-Hochleistungswerkzeuge.

00:13:42: und klar, Die Heftlinge sind Geheimnisträger.

00:13:47: Ihre Todesurteile nach Abschluss der Aktion sind längst unterschrieben.

00:13:53: Adolf Burger oder Salomon Smolyanov waren an Unternehmen Bernhard beteiligt.

00:14:00: Burger musste den ganzen Wahnsinn der Nazis durchstehen.

00:14:05: Über das Sammlager Gillina kam er nach Auschwitz, bevor er in Sachsenhausen Geld fälschte.

00:14:12: Seine Autobiografie des Teufels Werkstatt enthält die wichtigsten Augenzeugenberichte zur Operation.

00:14:21: Smoljanov war Profi.

00:14:23: schon vor dem Krieg stellte er Blüten her.

00:14:26: seine Augen sehen Details die keinem Mikroskop auffallen.

00:14:39: Auf seinem Buch basiert der Film die Fälscher, der halt sozusagen dann vor allem auf Smoiler noch so ein bisschen auf der Figur basiert.

00:14:46: Wobei man das zu sagen muss, dass Smoil ja noch tatsächlich an den britischen Banknoten wenn überhaupt in der Qualitätskontrolle so ein bißchen beteiligt war aber nicht am Fälchungsprozess.

00:14:54: Smoiller ist dann später dazugekommen als es da um gegen die US-Dollar zu fälschen.

00:14:59: Ich habe mich überlegt, dass läuft er super mit dem britischen banknoten.

00:15:01: jetzt fangen wir auch an US Dollar zu fällschen und da kam Smoile noch mit ins Spiel.

00:15:08: die ersten Leute zusammen.

00:15:11: Die Maschinen wurden in Sachsenhausen unter strengster Geheimhaltung aufgebaut.

00:15:16: Selbst die Lagerleitung wusste nicht, was da in Baracke Achtzehn und Neunzehn läuft.

00:15:27: Also das Papier, was schon vor Wochen hergestellt wurde kommt von außerhalb.

00:15:34: Die Druckplatten werden andernorts hergestellt – Aufschloss Friedental bei Oranienburg.

00:15:40: Dort werden Banknoten fotografiert und auf das Sechsfache vergrößert, um alle Einzelheiten zu erkennen.

00:15:48: Die Fotos werden dann auf eine Metallplatte geäzt und von Arbeitern verbessert.

00:15:55: Gravöre brauchten eine ruhige Hand, um die Britannia auf die Platte zu gravieren – seitenverkehrt!

00:16:03: Die Metallplatten werden dann auch weiche Kupferplatten übertragen.

00:16:08: Die Kupferstecher müssen jeden Punkt jede Linie exakt nachzeichnen und wiedergeben.

00:16:15: Sind die Druckplatten fertig, kommen sie nach Sachsenhausen.

00:16:19: In Baracke neunzehn wird gedruckt Zwei Mal!

00:16:23: Die Britania oben links und Wasser zeichen zuerst.

00:16:27: Danach ruhen die Papierbögen erst einmal.

00:16:30: Die Farbe muss ein zwei Tage trocknen Bevor im zweiten Druck Seriennummern, Datum und Unterschriften aufgedruckt werden.

00:16:40: Um die Täuschung perfekt zu machen müssen die Scheine leben!

00:16:45: Die Arbeiter stehen Stunden lang an langen Tischen, reiben die frischen Scheine mit schmutzigen Händen.

00:16:52: Sie knicken sie, provozieren kleine Risse wie sie durch den täglichen Gebrauch eben entstehen Und stempeln die Rückseiten mit gefälschten Siegeln britischer Bankfilial.

00:17:04: Weil Engländer damals die großen Scheine gefaltet und mit einer Sicherheitsnadel zusammengehalten haben und lose in die Hosentasche gesteckt haben, wurden natürlich auch die Blüten mit einem Loch versehen.

00:17:19: Zum Schluss kommt die Sichtkontrolle.

00:17:22: Passt alles!

00:17:23: Britannia – Wasserzeichen?

00:17:25: Okay Dann wird nach Wert sortiert und in Holzkisten verpackt.

00:17:31: Einmal in der Woche kommt Krüger und holt die Blüten ab.

00:17:35: Historiker Florian Chemikowski vom Spionagemuseum in Berlin

00:17:40: Um die hundertdreißig bis zu der fünfund dreißig Millionen Funderleineroten hergestellt, plus noch ein bisschen anderer Wehrum und Liefmarken.

00:18:02: Auf dem Niveau wie das gemacht wurde kam das davor und auch danach.

00:18:06: bisher die wieder

00:18:07: vor.".

00:18:07: Der

00:18:07: ultimative Test ob die Scheine gut gefälscht waren erfolgte schon nineteenhunderteinundvierzig.

00:18:15: Die Nazis schickten einen Agenten zu einer Schweizer Bank.

00:18:19: in einem Kuvert befinden sich Fälschungen zusammen mit einem Schreiben der Reichsbank.

00:18:25: Die Schweizer Experten mögen doch mal drüber schauen und die Echtheit prüfen, weil man selbst Zweifel habe!

00:18:33: Die Schweitzer winken die Scheine durch….

00:18:37: Der Agent geht noch weiter – die Bank of England wird kontaktiert.

00:18:42: Sind sie echt?

00:18:44: Per Telegramm bestätigt England auch die Echtheit ….

00:18:49: aber Es bleibt ein entscheidender Unsicherheitsfaktor.

00:18:54: Das Numerierungssystem der Briten, die Nazis scheitern daran den Algorithmus der Seriennummer vollständig zu entschlüsseln.

00:19:03: es besteht ständig die Gefahr dass zwei Scheine mit identischer Nummer in derselben Bank auftauchen.

00:19:11: jeder gedruckte Schein ist also eine potenzielle Lunte für das ganze Unternehmen.

00:19:18: In vier Kategorien blüten die Scheine.

00:19:35: gab es die dritte Kategorie, das waren sozusagen kleinere Fehler und die hat man gar nicht erst so Bank gebracht.

00:19:40: Das wäre zu auffällig gewesen sondern dann hatte eigentlich vor, dass was man ganz zu Beginn eigentlich vorhatte sie schlicht aus Flugzeugen über Großbritannien abzuschmeißen damit sozusagen die britische Bevölkerung mit Geld versorgen.

00:19:51: Es kann natürlich durchaus sein, dass dann viele Briten auch diese Banknoten direkt abliefern aber man weiß ja wie Menschen sind.

00:19:57: Die Wahrscheinlichkeit, dass viele Leute noch die Banknot einsteigen und benutzen wollen ist relativ groß.

00:20:02: Diese Abwürfe dauert häufig.

00:20:04: die Operation Bernhard ein bisschen reduziert.

00:20:06: Das heißt, dass man sagt, er wurde nur produziert um sie dann über England abzuwerfen, wann wurde abgeworfen?

00:20:10: Es wurde gar nicht abgeworfene und das ist auch gar nicht so clever eigentlich weil.

00:20:14: dieser Abbruch hat natürlich einige Nachteile einerseits.

00:20:16: Man hat einen ganz schönen Verlust an Geld scheinen weil viele Sachen gehen auch verloren werden dreckig werden doch abgeliefert bei der Bank.

00:20:23: zweitens die Operation wird sehr früh erkannt weil es natürlich auffällig ist solche Mengen an Geld abzuwärfen.

00:20:29: und wenn so eine Operation erkannt ist dann reagiert natürlich die Bank auf England sehr viel schneller und die Geldscheine aus dem Verkehr.

00:20:35: Und dann gibt es auch eine letzte Kategorie, die wurden einfach vernichtet und als Hochstoffteil war wieder

00:20:40: verwendet.".

00:20:41: In Sachsenhausen wurde mit der Zeit alles Mögliche gefälscht – Pässe, Dokumente und Briefmarkten!

00:20:49: Die falschen Marken kann man daran erkennen dass in der Königlichen Krone, die abgebildet ist ein Davidstern zu erkennen ist.

00:20:58: Sowieso sabotierten die Fälcher wie der Willen einen Großteil der Aktion Trotz Todesdrohungen.

00:21:05: Da wurde an den Druckplatten nicht sauber gearbeitet, da wurde am Papier manipuliert, bewusst falsche Numerierungen gesetzt – alles um das Nazi-System zu bremsen!

00:21:19: Das System, dass die Familien der Fälcher in den Gas tot schickt.

00:21:25: SS Sturmbahnführer Friedrich Schwendt war für das Waschen der Blüten zuständig.

00:21:31: Schwendt betrieb von Schloss Labers bei Meran aus ein Netzwerk von Mittelsmännern, das die Blüten in harte Währung gold waren.

00:21:40: Kriegsmaterial und Informationen umwandelte.

00:21:44: zu diesem Netzwerk gehörten Händler, Hoteliers Bankiers und andere Kontaktpersonen in Europa.

00:21:51: Es hat natürlich nicht dafür gesorgt, dass die britische Wirtschaft kollabiert ist.

00:21:55: Also es hat seit Endziel gewissermaßen nicht erreicht.

00:21:58: Entdeckt wurde das bereits noch seit der dreiundvierzig, also nicht die ganze Aktion aber die erste gefälschte Fundnote wurde uns seit der dreinvierzig in einer britischen Bank in Marokko tatsächlich entdeckt und eben gerade wegen dem Seriennummer.

00:22:09: Das heißt dort fiel auf die Serien-Nummer, die auf den Noten stand war schon im Umlauf... Die britische Bank hatte versucht relativ schnell zu reagieren, aber ohne Panik zu schüren.

00:22:18: Denn da waren natürlich Paningschört.

00:22:19: als britische bank und sagt Dort läuft eine gewaltige Aktion, dann verlieren die Leute das Vertrauen in die Währung.

00:22:26: Und das hat natürlich einen gravierenden Folgen.

00:22:29: Insofern hat man zwar den die Produktion von diesen Fundnordern eingestellt und je nach einem gewissen Zeitpunkt auch nicht mehr angenommen.

00:22:35: Deswegen muss die Nazis im Anfang immer mehr und mehr Umwege gehen um ihr Geld zu verteilen.

00:22:40: aber es ist bis heute tatsächlich so dass die britische Bank da immer noch sehr verschlossene drüber ist wie viel Geld wirklich da im Umlauf war und wie schwer das gewesen wäre.

00:22:49: sie hat dazu gegeben dass es durch das Potenzial gehabt hätte, durchaus auch die drittische Wirtschaft und damit auch die Weltwirtschaft massiv zu gefährden.

00:22:56: Stichwort Panik.

00:22:58: Die brach bei den Deutschen aus als der Krieg verloren war.

00:23:03: Im Frühjahr fünfundvierzig steht die rote Armee kurz vor Berlin Und die Operation Bernhard muss hastig evakuiert werden!

00:23:12: Die Druckmaschinen werden auf Wagons verladen, dass Papier die Farben und die Kisten voller Falschgeld folgen.

00:23:19: Die Feltscher wird zu einer Odyssee, die sie schließlich nach Mauthausen und dann nach Ebensee in den österreichischen Alpen führt.

00:23:30: Wo Sie erschossen werden sollten – In den letzten Kriegstagen herrschte so viel Chaos!

00:23:37: Die SS-Wachmannschaften versuchten verzweifelt, die Beweise ihres monströsen Betrugs zu vernichten.

00:23:43: Kistenweise werden die gefälschten Banknoten, die Druckplatten, die Dokumente, die Listen der Beteiligten zum Toplitzsee transportiert und dort versenkt.

00:23:55: Millionen Beträge zu den Erschießungen der Fälcher kommt es

00:24:01: nicht!

00:24:01: ist es am Ende zurück so gekommen, dass zu dem Zeitpunkt die Nazi-Wachkosten bereits flogen.

00:24:07: Die Amerikaner das Kassett befreien konnten bevor dieser Befehl ausgeführt wurde, sodass im Grunde bis auf ein Tag weniger fast alle fähigste Reaktionen überlebt

00:24:15: haben.

00:24:20: Eigentlich Schweizer Bankangestellter, der zu Kriegsende für das rote Kreuz gearbeitet hatte eine US-Panzerdivision zum Mutterlagermauthausen führte und so auch die Häftlinge im Außenlager ebenseh gerettet hat.

00:24:35: Aber z.B.

00:24:37: schreibt Adolf Burger dass Karl Sussmann, Häftlingen seventy-vierundzwanzig fünf nicht überlebt hat.

00:24:46: paar Tage vor der Befreiung wurde er durch eine Injektion getötet, weil er krank war.

00:24:54: Trotz aller Privilegien – Burger, Smoljanov oder Sussmann waren Heftlinge die in der Werkstatt des Teufels den Preis ihres eigenen Lebens druckten.

00:25:08: Adolf Burger widmete sein langes Leben der Aufklärung.

00:25:12: Er reiste durch die ganze Welt, sprach vor Schülern und Studenten um sichert zu stellen das die Namen seiner ermordeten Kameraden.

00:25:21: Und die Details dieses perfiden Verbrechens nicht vergessen werden!

00:25:26: Zwei Tausend Sechzehn ist Adolf Burger

00:25:29: in Prag verstorben.

00:25:35: Gleich nach dem Krieg brachte Die Bank of England eine neue Serie an Banknot mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen heraus.

00:25:44: So groß war das Ausmaß der Operation Bernhardt, und der Toplitzsee.

00:25:50: nösterreich wird zum Mecca der Schatzsucher.

00:25:54: Schatzsucher wie Eingangs erwähnt.

00:25:57: Sternreporter Wolfgang Löhde.

00:25:59: Der Investigativjournalist konnte es.

00:26:02: im Juli Sprang er vom Boot ins Wasser, tauchte paar Meter tief.

00:26:11: Die erste vermoderte Kiste hing am Greifhaken.

00:26:16: Als er wieder hochkam schwenkte er triumphierend ein Bündel von Banknoten.

00:26:22: Seine jahrelange Recherche hatte Erfolg.

00:26:26: Löhde interviewte zum Beispiel Schwendt den Chefverteiler der sich nach Peru abgesetzt hatte.

00:26:33: Bis Oktober.

00:26:34: neunundfünfzig holte Löde siebzehn Kisten aus dem Topletsee.

00:26:39: Fast neun Tonnen Falschgeld!

00:26:43: Die Tageszeitungen überschlugen sich damals, weitere Tauchgänge von anderen zum Teil mit mysteriösem Hintergrund folgten im Lauf der Jahre.

00:26:55: Eintaucher stirbt.

00:26:57: Die Rede vom Nazi-Gold kam auf, Filme mit Gerd Fröbel wurden gedreht.

00:27:04: Der Toplitzsee bekam sein Sagen um wobenes braunes Image.

00:27:09: und noch in den achtziger Jahren holte das österreichische Bundes her kistenweise Falschgeld aus dem Toplitzer.

00:27:18: Historiker Florian Schimikowski vom Spionagemuseum in Berlin.

00:27:23: Wahrscheinlich ist immer noch nicht alles geworden.

00:27:25: Man muss schon ausgehen, dass immer noch was drin ist.

00:27:27: Für uns als Museum wäre es natürlich schön.

00:27:29: Wir haben zwar eine originale Zehnfund-Banknote aus dieser Operation Bernati auch aus dem See geboren worden.

00:27:35: Das heißt wir waren natürlich da noch ein paar Druckerplatten oder so was, die ich gefunden wurde.

00:27:38: Das war natürlich schon das Ausstellungsstück spektakulär aber ich als Historiker würde bezweifeln, dass es jetzt ganz neue Erkenntnisse gewünsermaßen darüber liefert.

00:27:46: November sieben und achtzig zwei Jahre vor seinem Tod reiste dann doch Bernhard Krüger heimlich zum Toplitzsee, stieg in ein kleines U-Boot.

00:27:59: Er wollte seine Blüten noch mal sehen!

00:28:03: In der ZDF-Doku – Der Fluch des Toplizsees von zwei Tausend Drei redet sich Krüge die Operation Bernhard Schön von Reue Keine Spur.

00:28:14: Und wenn ich heute vor dieser Küste sitze hier auf dem Seegrund im Doppelsee, dann bin ich immer wieder bewältigt und kann mich von der Erinnerung dieses Unternehmens nicht trennen.

00:28:23: Auch von den Erfolg, denen es anfangs gehabt hatte.

00:28:26: Zweitens von dem dass die Häftlinge damit ihr Leben gerettet haben so größermaßen sie drucken für die Freiheit.

00:28:34: Vier Jahre saß Bernhard Krüger in alliierte Haft Juristisch allerdings wurde er nie belangt.

00:28:42: Zum Schluss Zurück in den Mai-Fünfundvierzig.

00:28:46: Amerikanische Soldaten hatten da schon Bozen und Meran eingenommen.

00:28:51: Ein Trupp hatte den Auftrag, das kleine Wallfahrtskirchlein Sankt Valentin außerhalb von Meran zu erkunden und zu inspizieren als die Männer, die Orgel untersuchten vielen Falsche Banknoten im Wert von fünf Millionen Pfund aus dem Instrument.

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