Uwe Barschel: Skandal, Rücktritt und der Tod in Genf
Shownotes
Die Szenerie war merkwürdig, als Reporter Sebastian Knauer im Oktober 1987 Uwe Barschel tot in der Badewanne fand. Ein Schuh im Flur, ein abgerissener Hemdknopf, ein ausgespültes Whiskeyfläschchen im Abfalleimer des Badezimmers. Die Ermittlungen liefern bis heute keine Klarheit. War es Selbstmord, war es Mord? Oder spielte möglicherweise Sterbehilfe eine Rolle? Auch der damalige Ermittler Heinrich Wille kommt in unserer Folge zu Wort und ordnet die Widersprüche aus seiner Sicht ein. Für Wille steht fest: Es war Mord!
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00:00:00: Faszinierende Ereignisse.
00:00:02: Spektakuläre Momente, unerwartete Wendungen Jahrhundertgeschichten Stories
00:00:11: die das wahre
00:00:12: Leben schrieb.
00:00:13: Heute Uwe Barsche Skandal Rücktritt und der Toten.
00:00:18: Genf Jahrhundert Geschichten.
00:00:22: Der True Life Podcast mit Armin Gro.
00:00:27: Genf Oktober elf Er, Sternreporter Sebastian Knauer klopft laut an der Zimmertür Dreihundertsebzehn des Hotels Bo Rivage.
00:00:49: Fragt... Ist da jemand?
00:00:53: Keine Antwort!
00:00:55: Knaua probiert ob die Tür offen ist.
00:00:59: Ja, ist sie.
00:01:03: Er geht paar Schritte ins abgedunkelte Zimmer.
00:01:07: Da liegt ein Jean-Paul Sartre Buch, Notizen, Lutschbombons.
00:01:12: Knauer klopft auch an die Badezimmertür wieder.
00:01:16: ist da jemand?
00:01:18: er geht ins Bad hinein.
00:01:21: Dampfige Wärme kommt ihm entgegen.
00:01:25: Über den Spiegel sieht der Reporter dass jemand leblos in der Badewanne liegt.
00:01:32: Uwe Barsche.
00:01:35: Reflexartig drückt er den Auslöser der Nikon.
00:01:39: Viermal, Bett, Flur, Kofferablage.
00:01:42: auch da macht knauer Fotos und verschwindet schweißgebadet aus dem Zimmer.
00:01:56: Die älteren kennen das Schwarz-Weißfoto des toten Uwe Barsche Der bekleidet in der Badewanne liegt Weißes Hemd, dunkle Hose, Krawatte, der Kopf ist nach links geneigt abgestützt auf einem Handtuch.
00:02:13: Ein Foto, was um die Welt ging – war schon schockierend damals!
00:02:18: Die Barschlaferie dominierte den täglichen Nachrichtenmarkt.
00:02:22: und dann dieses Foto.
00:02:25: Der Falluwe Barschl war-und ist der deutsche Politthriller Ende der Achtzigerjahre.
00:02:32: Er starb an einer Überdosis Medikamente schnell als Selbstmord deklariert.
00:02:38: Bis heute sind die Hintergründe nicht geklärt.
00:02:42: Geschweige denn ein Täter, eine Täterorganisation wenn es denn mort war zur Rechenschaft gezogen worden.
00:02:50: Gerechtigkeit ist eine Utopie aber wir müssen versuchen ihr näher zu kommen sagt der Mann der den Fall erst sieben Jahre nach dem Tod von Uwe Barsche als leitender Oberstaatsanwalt in Lübeck übernommen hat.
00:03:06: Chefer Mittler Heinrich Wille.
00:03:09: Ich wollte ja ganz andere Dinge machen, ich wollte ja ein vorwünsicher Behördenleiter sein und Projekte für meinen neuen Lob entwickeln.
00:03:19: Ich war schon soweit einen Betriebskindergarten zu organisieren und zwar war meine große Idee die Kinder von den Ermittlern und die Kinder vom Kriminellen zusammenzuerziehen.
00:03:34: Vier Jahre ermittelte Wille, vier neunzig bis achtundneunzig.
00:03:38: Dann wurde der Fall eingestellt weil sich keine neuen Ermittlungsstränge ergeben haben vielleicht weil man auch kein Interesse hatte den Fall zu lösen.
00:03:49: Heinrich Wille ist der festen Überzeugung dass es Mord war nachzulesen in seinem Buch.
00:03:56: ein Mord der keiner sein durfte.
00:03:59: Suizid Sterbehilfe das sind andere Theorien.
00:04:03: Allerdings, es stellen sich so viele Fragen.
00:04:07: Es gibt so viele Ungereimtheiten was die Mord-Theorie plausibler macht.
00:04:14: Vielleicht fängt ja alles schon im Mai siebenundachtzig weit vor der Wartekantgate beziehungsweise Barschelerfähre an.
00:04:24: Doktor Dr.
00:04:25: Uwe Barshall hatte Angst.
00:04:27: Ausgangspunkt ist der Flugzeugabsturz im Mai, den Barschel als einziger überlebt hat.
00:04:35: Die Wetterlage an diesem Abend beim Anflug auf Lübeck ist schlecht was die Bedingungen erschwert.
00:04:42: Die Maschine muss im Sichtflug landen.
00:04:45: Bei der zu tief angesetzten Landung prallt das Flugzeug im Nebel gegen einen Mast und stürzt ab Heinrich Wille.
00:04:54: Der Anknöpfungspunkt ist, dass später mehrfach der Verdacht kam, dass das schon ein Anstrachbesuch auf Uwe Barschel war.
00:05:02: Die Flugleiterin zu einer junge Frau hatte dann Uwe-Barschelaar hier im Krankenhaus besucht oder es war Uwe Baarschell, der selbst auch hier gegenüber den Verdachte aussprach, dass möglicherweise schon einen Anstrich auf ihn gewesen sein kann.
00:05:18: Auch gegenüber der Physiotherapeutin des Krankenhauses äußerte sich Baschel in ähnlicher Weise.
00:05:25: Und gegenüber dem Journalisten Peter Martell, DPA Lübeck wurde Uwe Baschl mal sehr deutlich.
00:05:32: Während eines Telefonats sagt Baschle zu Martell ich fühle mich bedroht!
00:05:38: Ich habe Angst ansatzlos.
00:05:42: CDU-Politiker äußerten den Verdacht dass die Stasi ihre Finger im Spiel hatte.
00:05:48: Auf dem Funkprotokoll hört man dim the light, dim the Light.
00:05:53: Wurde das Cockpit geblendet?
00:05:56: Fakt ist dass es keine Beweise für einen Anschlag gab.
00:06:00: Das Luftfahrt-Bundesamt hat ermittelt.
00:06:04: Dieser Unfall hat Uwe Barschel verändert wie Volke Junker seine Schwester damals zu berichten weiß.
00:06:11: Barschel sein Nachdenklicher geworden war der festen Überzeugung, dass er mit Gottes Hilfe überlebt hat.
00:06:18: Behaltet den Flugzeugabsturz im Hinterkopf!
00:06:22: Wir kommen darauf zurück.
00:06:30: Später im Jahr siebenunddachzig steht Uwe Barschl im Fegefeuer einer Affäre die als Water-Cunt-Gate oder Barsche-Affäre in die deutsche Politikgeschichte eingegangen ist.
00:06:45: Kleines Wortspiel, angelehnt an Watergate.
00:06:49: Barschel – der ehrgeizige Machtmensch wurde verdächtigt seinen Wahlkampf contra Händenbjörn Engholm SPD durch eine Schmutz-Kampagne beim Wähler diskreditiert zu haben.
00:07:01: Dazu soll Barshels Medienreferenz der twentyfünfzehn verstorbene Rainer Pfeiffer schmutzige Tricks angewandt haben!
00:07:11: Siebenundachtzig trat mit Engholm ein smarter Frauentyp für die SPD an und schien, Barschel den Rang ablaufen zu können.
00:07:21: Druck!
00:07:21: Für Barsche.
00:07:23: Zum Jahreswechsel sechsohnachtzig siebenundachzig schon heuerte der Springer-Journalist Rainer Pfeiffer in der Staatskanzlei als Medienreferent an.
00:07:33: Empfohlen vom Springerverlag Tja – und jetzt gibt es zwei Varianten.
00:07:39: Barschel meinte damals, er habe mit der Verleumdungskampagne nichts zu tun.
00:07:45: Rainer Pfeiffer behauptete seit Lebensund an Eides statt Er sei von Barsche beauftragt worden so zu handeln was der Spiegel einen Tag nach der Landtagswahl berichten wollte Was aber schon einen Tag vor der Wahl deutschlandweit bekannt wurde Die Bespitzelungen die Lügen und die Falsch-Behauptungen.
00:08:10: Pfeiffer hat Engholm anonym beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung angezeigt, hat ein Detektivbüro aus Bremen angeheuert um Liebesaffären herauszufinden.
00:08:22: Hetero oder Homosexuell ganz egal.
00:08:26: Als Dr.
00:08:27: Wagner rief Pfeiffer bei Engholm und dessen Hausarzt an, um mit einer erfundenen AIDS-Erkrankung den SPD mann zu verunsichern und zu erpressen.
00:08:39: Eine Wandze die im Beischlapparat installiert aber dem Engholm Lager angelastet werden sollte war auch Teil dieser Schmutzkampagne.
00:08:50: All das hat Pfeifer selbst publik gemacht.
00:08:54: Der Journalist packt gegenüber dem Spiegel aus, in der Woche der Landtagswahlen.
00:09:01: Legt als Beweis Notizen von Barschel vor und soll über einhundertsechzigtausend Mark für die Story kassiert haben.
00:09:09: Die Titelgeschichte sickert durch – Und die Barschlaffäre wird einen Tag vor der Landtagswahl bekannt!
00:09:16: Am Wahltag, Dreizehnte September siebenundachtzig, dann das Desaster Die CDU verliert krachend.
00:09:25: Wahlsieger ist Engholm.
00:09:28: Später wird der erste Untersuchungsausschuss zur Barschelaffäre feststellen, dass Barschl sehr wohl die Finger im Spiel hatte.
00:09:37: Zitat aus dem Abschlussbericht Ausgehend vom Ministerpräsidenten hat der Medienreferent Pfeiffer aus der Regierungszentrale heraus Aktionen gegen die Person des Oppositionsführers eingeleitet und damit die Würde des Menschen Engholm angetastet.
00:09:55: Heinrich Wille
00:09:56: Was er wirklich gewusst hat, lässt sich verantwortlich kaum darstellen.
00:10:01: Also das was ihm wirklich angerastet werden kann und muss Mitarbeiter verhandelt hat, zu seinen Grundsten Angaben zu machen die ihn also davon freizeiteln sollten ohne dass sie tatsächlich abgesichert war.
00:10:19: Das bleibt aber das Übrige.
00:10:21: was Engholm angeklebt wurde ist verbindlich durch zweite Zeugen oder schriftliches.
00:10:29: Haumdarsteller war so unter suchsausschuss zwei der hat er es auch so bezeichnet.
00:10:36: ja Die Balschlarfähre wurde dann zur Schubladenaffäre, dreiundneunzig.
00:10:42: Schubladener Fähre deswegen weil die SPD Pfeifer bezahlt hatte mit Geld was angeblich in einer Schublade eines Küchentischs gesammelt wurde.
00:10:53: Die SPD wusste nämlich Bescheid über die Machenschaften eines Rainerpfeifers viel früher als zugegeben Engholm spielte.
00:11:03: das Opfer ließ sich zu einer Falschaussage im Untersuchungsausschuss eins hinreißen, was ihm dreiundneunzig in Untersuchungsausschuss zwei dann den Job des Ministerpräsidenten und die Kanzlerkandidatur kostete.
00:11:20: Der Vollständigkeit halber?
00:11:22: Untersuchungsausschuss II relativiert die Verantwortlichkeit eines Doktor Uwe Barschels als Auftraggeber der Schmutzkampagne.
00:11:31: Politisch allerdings sei Barschl verantwortlich und er habe auf der berühmten Ehrenwort-Pressekonferenz gelogen, das war eine Geschichte!
00:11:52: Eide stattlichen Versicherungen hinaus
00:11:55: gebe
00:11:56: ich ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und
00:11:59: Bürgern
00:12:01: des Landes Schleswig-Holsteins.
00:12:03: Und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort!
00:12:08: Ich wiederhole – ich gebe Ihnen mein Ehrendwort, dass die gegen nicht erhobenen Vorwürfe haltlos
00:12:16: sind.".
00:12:17: Sprachs beugte sich nach vorn und stützte sein
00:12:21: Kinn
00:12:22: in den
00:12:22: Händen ab.
00:12:24: Ein sorgenvoll anmutendes Bild, das war nicht die Körpersprache eines Mannes der sich nichts vorzuwerfen hatte, wer kämpfen wollte!
00:12:34: In den folgenden Tagen nach dieser PK rücken immer mehr Parteifreunde und Wegbegleiter ab, Barsche steht isoliert da und am zweiten Oktober, siebenundachtzig trat er als Ministerpräsident zurück.
00:12:49: Neun Tage später liegt Uwe Barschel tot in der Wanne des Genfer Hotels Bo Rivage.
00:12:57: Wir wussten nicht, welchem Hotel er abgestiegen war und es gab aber keinen Kontakt zu Barschl.
00:13:01: vor dem Abflug dann aus Hamburg.
00:13:03: Ich hab's noch mal von Frankfurt ausprobiert kamen wir abends ein um elf Uhr und haben uns an der Bar zu einem Trink getroffener, der Fotograf von ich Hans-Jörg Anders.
00:13:11: Wir versuchten am nächsten Tag mit ihm diesen Interviewterminen hinzukriegen.
00:13:14: Das heißt, wir sind sehr früh, haben wir uns wecken lassen und fünf Uhr fünfundvierzig sind unter den Frühstücksraum, der hofft, dass Herr Baschel dort sitzt.
00:13:20: Es ist nichts passiert.
00:13:21: das dauerte dann zwei drei Stunden in denen wir einfach warteten.
00:13:25: Der Herr Baschl war nirgendwo zu sehen.
00:13:27: Das Hotel hat auch keine Information gegeben aber jetzt im Haus war aus dem Haus war.
00:13:31: Und spätestens da war der Zeitpunkt, verschaffen wussten, weil wir erwussten dass er das Hotel gegen zwölfhundvierzig etwa verlassen musste um seinen gebuchten Flieger wieder zu bekommen.
00:13:42: Was macht man so in einer Situation?
00:13:44: Telefonierten das Zimmer rein keine Antwort!
00:13:46: Man klopft am Zimmer keine Antwort.
00:13:49: und kurz vor zwölfe ich gesagt so jetzt probiere ich mal ob er nicht da ist bin zum Zimmer hoch habe die Klinge gedrückt.
00:13:56: Zu meiner Überraschung ging die Tür auf.
00:13:58: In dem Zimmer kamen so merkwürdige Signale weil es war irgendwie dunkel.
00:14:01: Dämmriges lag an einsamer Schuh im Flur.
00:14:04: Bett war gemacht, aber es sah nicht so aus als hätte dort jemand geschlafen.
00:14:07: Also signalisiert es eher der Mann ist weg und hat er wahrscheinlich aus meiner Sicht das Hotel längst verlassen um seine Angelegenheiten zu erledigen, nämlich seinen Informanten zu treffen und seine Beweise der Unschuld in Empfang zu nehmen.
00:14:18: Was für mich als Journalist eigentlich interessant war, war das was so hingelegt war dass man das gleich sehen mussten.
00:14:24: Das waren die Handgeschriebenen Notizen wo schon obendrauf stand für den Untersuchungsausschuss in Kiel.
00:14:29: ich war interessiert an dem was ein Journalist interessieren muss nämlich schriftliche Aufzeichnungen oder Adressen oder Telefonnummern die auch so präpariert waren dass sie jeder finden musste der das Zimmer betrat.
00:14:38: dieses habe ich gesichert.
00:14:40: in der Weise dass ich es hinausgenommen habe und unter hohem Druck weil das Risiko war mir bewusst in diesem Zimmer erwicht zu werden hat der Sternfotograf das unter einer schumrigen Lampe im Flur des Hotels abgelichtet.
00:14:51: Ich habe gesagt, ich lege diese Sachen wieder zurück.
00:14:53: Gib mir aber deine kleine Kamera mit damit ich nochmal die Szene da, diese mit dem Schuh und ungemachten Bett dokumentieren kann weil das alles ein bisschen komisch ist.
00:15:02: Noch mal rein ins Zimmer!
00:15:03: Die Unterlagen zurückgelegt und beim rausgehen, beim endgültigen Raussemszimmer auch in der Badezimmertür geklopft, die die ganze Zeit zu war.
00:15:10: Auch wieder keine Reaktion.
00:15:12: Tür aufgemacht und dann sah ich schon über den Spiegel, dass da eine Person in einer Badewanne lag komplett angezogen.
00:15:18: also keine grauenhafte Szene sondern wie ein schlafender Mensch in einer Badewanne.
00:15:22: Irgendwo war das Signal, da ist was ganz Grauenhaftes hier
00:15:24: passiert.".
00:15:25: Vielen vielen Dank an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
00:15:30: Die Internetseite zeitzeugen-portal.de ist bei der Stiftung angedockt, dort hat der Sternreporter Sebastian Knauer über den Elften Oktober siebenundachtzig ausführlich gesprochen.
00:15:42: Diese Otöne dürfen wir verwenden!
00:15:46: Danke, danke, danke!
00:15:48: Ins Zimmer eindringen und Fotos von einem Toten machen?
00:15:52: Knaua wurde dafür verurteilt.
00:15:55: Dem Reporter ist sofort bewusst in Irgendetwas ist er da hineingeraten.
00:16:03: Spulen wir ein bisschen zurück!
00:16:05: Es verwundert nicht, dass sich Bauschel nach turbulenten Wochen und nach seinem Rücktritt einen kleinen Urlaub gegönnt hat.
00:16:13: Mit Frau Freier bricht er am sechsten Oktober nach Gran Canaria auf unterbricht aber den Urlaub weil er in Genf einen Mann treffen will der entlastendes Material in der Affäre für ihn hat.
00:16:28: Am zehnten Oktober, Samstag kommt Barschel in Genf an.
00:16:34: Zwei Tage später soll er im Untersuchungsausschuss eins aussagen.
00:16:39: Seiner Frau sagt er noch, er werde in Genfa ein billiges Hotel beziehen weil er privat aufkommen
00:16:45: muss.".
00:16:46: Das Boris Warsch ist alles andere als eine billige Unterkunft.
00:16:50: Zimmer-Dreihundertsebzehn fühlte sich für Reporter Sebastian Knauer komisch an.
00:16:57: Es war nicht erkennbar, was ist das jetzt hier?
00:16:59: Ein schuh ungemachtes Bett.
00:17:01: Diese Melange von verschiedenen Signalen und diese Notizen, die darauf hindeuten, dass ja vielleicht gerade um die Ecke ist... Also das war nicht überschaubar!
00:17:07: Das war nicht einortbar!
00:17:09: Zur ganzen Wahrheit gehört, dass Knauer insgesamt dreimal im Zimmer war.
00:17:16: Um zwölf, um halb eins und um viertel vor eins.
00:17:21: Knaua und Anders haben den Auftrag einen Interview von Barschel zu bekommen.
00:17:27: Abends, als sie noch einen Drink an der Bar nehmen und dann beide ins Bett gingen, vergewisserte sich knauer im dritten Stock ob er Baschel nicht doch noch trifft.
00:17:37: Am nächsten Morgen, elfter Zehnta, weil's Bascheln nicht in Frühstückssaal erschienen war Anrufe auf dem Zimmer ins Leere liefen ging dann der Reporter gegen zwölf in den Dritten Stock Klopft!
00:17:52: Hallo?
00:17:53: Probiert zu öffnen.
00:17:56: Die Tür geht auf Und dabei fällt das Türschild runter, so knauer in späteren Aussagen.
00:18:04: Das Türschilt spielt eine gewisse Rolle – Geduld!
00:18:09: Drinnen sieht Knauer die Szenerie.
00:18:11: Notizen auf dem Nachtkästchen Schuh im Flur des dämrigen Zimmers.
00:18:16: Schnell zieht er wieder zu und geht in die Lobby.
00:18:19: Meint zu Kollegen anders dass irgendwas komisch sei?
00:18:23: Er ruft in der Hamburger Sternredaktion an, Ressortleiter Degler weiß.
00:18:28: Der meinte geht rein, fotografiert alles aber fast ja nichts an.
00:18:34: Ruft die Polizei, aber die Fotofilme sollen vorher verschwinden.
00:18:39: Also geht knauer gegen Viertel nach zwölf wieder ins Zimmer.
00:18:44: Macht Fotos vom Zimmer?
00:18:47: Weil man keine Dokumente mit der Nikon fotografieren kann nimmt der Reporter den Notizblock ein Telex und einen Zettel an sich, geht raus.
00:18:57: Im Gang unter einer Lampe werden die Dokumente geknipst und erst um Viertel vor eins sowas entdeckt Knauer den Toten.
00:19:06: Der Kopf und ein Arm ragen aus dem Wasser.
00:19:10: Schweiß nass berichtet Knaua an.
00:19:12: anders in der Lobby Und gegen halb zwei verständigt das Hotel.
00:19:16: die Polizei wird es erst recht komisch und dilettantisch.
00:19:35: Der Tatort selbst Lein wissen, wie wichtig die Tatortarbeit für die folgenden polizeilichen Ermittlungen ist.
00:19:45: Gelinde ausgedrückt haben sich die Schweizer im Barschelfall nicht mit Ruhm bekleckert, Heinrich Wille.
00:20:08: Ja, was denn nun?
00:20:09: Das war ein Beweismittel, das gebraucht wurde.
00:20:12: Da kann man einfach sagen, na es ist eben weg!
00:20:14: Da hat sich heute umgebracht und dann braucht man sich weiter kümmern.
00:20:17: Oder ich sage, da ist ein Beweismittel, dass ich brauche... Und jetzt wird das Hotel durchflöht.
00:20:25: Das hat man nicht gemacht.
00:20:26: Keine ordentlichen Fotos, keine Temperaturen gemessen.
00:20:30: Das ging ja nachher noch weiter, ja.
00:20:32: Die Staatsanwaltschaft ist daran nicht unbeteilig.
00:20:35: Und dann sagt doch dieser Sachverständige oder Renner, das ist aus Zürich.
00:20:40: Dass es grob richtig keine Tablettenreste gibt.
00:20:45: und damit gibt der Herr Staatsanwalt sich zufrieden, der Kollege.
00:20:48: Grobsichtig ja?
00:20:50: Was machst du da eigentlich?
00:20:52: und wie ist was mit Feinsichtigkeit?
00:20:54: Gibt's da Tabletternreste oder nicht?
00:20:57: Alles, was der damalige Oberstaatsanwält will hier anreist tröseln wir auf!
00:21:03: Barsche hat sich eine Flasche fünfundachtziger Beaujolais, Le Chatbotet aufs Zimmer kommen lassen.
00:21:11: Mit zwei Gläsern!
00:21:12: Die war weg und wurde nie gefunden.
00:21:15: Viel Mühe dieses wichtige Beweistück zu finden gab man sich wohl nicht.
00:21:21: Der Tatortfotograf Achtung wählte eine falsche Blitzeinstellung an seiner Kamera, sodass ziemlich grünstichige Bilder entwickelt wurden die völlig unbrauchbar waren.
00:21:34: Nachgearbeitet wurde nicht!
00:21:36: Knauers Fotos sind die einzigen vom Tatort.
00:21:41: Bei der Obduktion wurde nicht die Körpertemperatur gemessen, so haben die ja mittlerweile keinen Anhaltspunkt wann Barschel gestorben ist.
00:21:50: Die Wassertemperaturen in der Wanne wurden auch nicht gemessen – das Wasser wurde aus der Wane gelassen, Abstriche genommen.
00:21:57: dann erst wurde eine Wasserprobe aus dem Hahn entnommen Der Mageninhalt mit zahlreichen Medikamenten oberflächlich analysiert und eine kleine Menge davon aufbewahrt.
00:22:11: Die Vernehmungen der mutmaßlichen Zeugen, Zimmernachbarn, Zimmermädchen, Kellner
00:22:17: etc.,
00:22:18: waren lückenhaft!
00:22:20: Die junge Untersuchungsrichterin Claude Nicole Narder schien überfordert zu sein.
00:22:26: Okay die Spurensicherung war wie sie war.
00:22:30: was hatten die Beamten?
00:22:32: Und was hatte Heinrich Wille, der den Fall vierundneunzig nach Deutschland holte?
00:22:37: So zu sagen.
00:22:38: Die wichtigsten Punkte!
00:22:40: Die Tür war nicht abgesperrt.
00:22:42: Das rote Schild Neupade-Ranger nicht stören ist zu lesen.
00:22:47: Der Schlüssel steckt von innen.
00:22:49: das Zimmer ist abgedunkelt.
00:22:51: Das Bett unbenutzt.
00:22:53: Im Zimmer lassen sich Notizen finden.
00:22:55: Gutachter stellten zweifelsfrei fest dass sie A. Barschel geschrieben hat und b. Dass die Notizen mit dem Kugelschreiber geschrieben wurden, den man im Zimmer dreihundertsebzehn auch gefunden hat.
00:23:07: Über die insgesamt sieben Seiten wird noch zu diskutieren sein.
00:23:12: Ein Fernschreiben aufgegeben.
00:23:13: am Freitag den neunten Zehnten findet die Polizei ebenfalls.
00:23:17: Barshelt halt darin seine Rückkehr nach Kiel mit!
00:23:21: Die Spurensicherung stellt einen abgerissenen Hemdsknopf sicher Der vom Oberhemd Barschels stammt.
00:23:29: Es ist der zweite Knopf von oben, gewaltsam abgerissen!
00:23:34: Ein Schuh liegt im Flurbereich, geschnürt?
00:23:37: Der linke Schuh lieg vor der Badewanne – ungeschnürrt.
00:23:41: Ebenfalls vor der Badewanne der Batvorleger, der erhebliche Verschmutzungen aufweist.
00:23:47: Die gleichen Verschmutzungen finden sich auf einem Hotelhandtuch wieder was auf einer Ablage hinter der Eingangstür zerknüllt liegt.
00:23:57: Die braunen Verschmutzungen rühren von Barschels Schuhen, es sind Farbspuren.
00:24:03: Gutachten belegen dass sich die Schuhfarbe schon mit warmen Wasser löst.
00:24:07: das aber auch Teile der Innenbeschriftung, die von einem wasserundurchlässigen Lack geschützt waren herausgelöst wurden sprechen für ein.
00:24:18: Lösungsmittel merken.
00:24:20: kommen wir drauf.
00:24:22: Im gesamten Flurbereich ließen sich keine Fingerabdrücke beziehungsweise Wischspuren finden, die darauf hindeuten dass sich ein Mensch irgendwie gegen Gewalt wert.
00:24:34: Auch im eigentlichen Zimmer nicht auch im Bad nicht!
00:24:37: Keine Kampfspuren.
00:24:40: Die Mini-Bar war beim Eintreffen der Polizei voll aufgefüllt.
00:24:44: allerdings finden die Spuren sicherer.
00:24:46: ein kleines Whiskeyfläschchen im Abfalleimer im Badezimmer Erkläre ich gleich.
00:24:52: Was er darin verrät, das Fläschchen wurde ausgespült!
00:24:57: Reste eines Betäubungsmittels ließen sich im Flächchen feststellen.
00:25:01: Das
00:25:02: waren wir ein kreativer Mann aus der Lübecker Rechtsmedizin.
00:25:07: Der hat sich da hingeworft und hat uns angerufen, kommen Sie mal vorbei Ich hab Ihnen was zu zeigen.
00:25:12: Dann haben wir uns angeguckt wie er bewies dass eben die Schenhydramin in diesen kleinen Whiskeyfläschchen was glücklicherweise zugetreten worden war, noch nachweisbar war.
00:25:25: Im Badezimmerabfall wurden fast alle Teile eines zerbrochenen Weinglases gefunden.
00:25:31: Weitere Scherben wurden im Waschbecken-Ausguss gefunden.
00:25:34: Das zweite Glas steht auf dem Waschbecken.
00:25:38: Der Duschvorhang an der Badewanne war zurückgezogen, so sagte es Sebastian Knauer aus.
00:25:44: Barschel liegt bekleidet mit Krawatte auf dem Rücken in der Wanne!
00:25:50: Der zweite Hemdknopf fehlt?
00:25:52: Der Kopf neigt sich für die Polizisten nach links.
00:25:56: Ein Handtuch ist ums rechte Handgelenk gewickelt und stützt den Kopf.
00:26:01: Die Haare sind feucht das Gesicht trocken – die Augen geschlossen.
00:26:06: Im Koffer auf der Ablage fanden Diamitler-Valium-Tabletten zehn Stück.
00:26:11: In der Hosentasche findet man das Antidepressivum Tavor, Barschelsterb an einem Medikamentencocktail.
00:26:19: Arzneimittelverpackungen werden am Tatort allerdings nicht gefunden.
00:26:24: Ein Foto was Barschl am Telefon erwähnte finden die Polizisten nicht und noch ein ganz wichtiges Beweismittel fanden diamitler!
00:26:36: Dazu später.
00:26:38: So stellte sich der Tatort da, aber wo ist die Flasche Beaujolais?
00:26:44: Hat eventuell knauer unbeabsichtigt den Tatort verändert beim Laufen durchs Zimmer den Hemdknopf zum Beispiel unbemerkt dorthin gekickt wo er gefunden wurde im Flur?
00:26:57: Warum misst man nicht die Körpertemperatur um dem Todeszeitpunkt einzugrenzen?
00:27:03: generell gefragt Wenn ein toter deutscher Politiker, der in einer Affäre steckt, gefunden wird.
00:27:10: Warum regelt man nicht das komplette Hotel ab?
00:27:14: Warum wurden Zimmernachbarn erst Wochen nach den Ereignissen vernommen?
00:27:19: Ob sie etwas gehört hätten... Wochen danach.
00:27:35: Die
00:27:36: Ermittlungen, die letzten Stunden des Dr.
00:27:39: Uwe Barsche stellen sich laut den Ermittlungen wie folgt da Er landet Samstag um fünfzehn Uhr zehn.
00:27:47: Auf dem Flughafen wartet Frank Garbeli auf ihn, freier Mitarbeiter des Sterns, Schweizer Journalist der Baschel-Intervion soll – mit dabei ein Fotograf, der das letzte Bild des lebenden Uwe Baschell macht.
00:28:02: Garbelie in einem Brennpunkt der ARD damals?
00:28:14: Am Taxi-Stand verleugnet sich Barschel.
00:28:17: Barsche nimmt ein Taxi und fährt, der Versuch gar belies ihm zu folgen, klappt nicht.
00:28:24: Laut Barsches Notizen fährt er um den Flughafen rum.
00:28:33: Später findet Frank Garbeli heraus, Barschel ist im Borivage abgestiegen und teilt das der Sternredaktion mit.
00:28:41: Knauer und Anders wissen somit auch Bescheid.
00:28:45: Gegen halb fünf bezieht Barschl sein Zimmer dreihundertseinzehn.
00:28:49: Wenig später beginnt er zu telefonieren.
00:28:52: um siebzehn Uhr einundvierzig mit seiner Frau.
00:28:55: Um achtzehn uhr eins mit seiner Schwester.
00:28:58: Kurz vor halb sieben ein Telefonat mit seinem Bruder Aike.
00:29:01: Ein zweites Telefonaat mit dem Bruder um neunzehn Uhr acht, Heinrich Wille.
00:29:07: Der wohnte ja damals recht weit entfernt.
00:29:11: Es gab gerade zu dem Zeitpunkt einen Familientreffen im Raus von den Bruder Uwe Barschels und zwar von.
00:29:18: dabei reine Kinder Aus seiner Mutter, die waren also in der Nähe und hatten geplant mit seinem Bruder einen Zirkus besucht.
00:29:28: Zirkussknie, der gleich um die Ecke seine Show machte.
00:29:33: Am genau dem Abend, ober sagte ihm, Rende ich meine Verhandlungen!
00:29:38: Wenn die verhandelt ist, kann ich vielleicht noch zum Zirkus fahren.
00:29:41: Seiner Frau berichtet Baschel von dem Treffen am Flughafen mit Rolof.
00:29:45: Mit seinem Bruder spricht er auch über Roloff Der ihm ein Foto bei einem zweiten Treffen an diesem Abend übergeben will.
00:29:54: Im Hilton soll das stattfinden.
00:29:57: Sie verabreden sich im Zirkuss Knie.
00:30:00: Vierzig Minuten später ruft Baschel wieder seinen Bruder an und meint, die Transaktion beginnt jetzt.
00:30:07: Und vielleicht schafft er es ja noch zum Zirkus?
00:30:10: Aber spätestens am nächsten Tag – am Sonntag will er beim Frühstück dem Familientreffen wie Heinrich Wille sagt bei wohnen!
00:30:20: Weder der Ehefrau noch der Schwester Oder dem Bruder Aike ist Uwe Barschel in den Telefonaten stimmungstechnisch komisch oder depressiv vorgekommen.
00:30:31: Sag ich, weil die Selbstmordtheorie ja auch im Raum steht!
00:30:36: Im Gegenteil er glaubte einen Punkt in seinem Aufklärungskampf in der Affäre durch Rolof gemacht zu haben um seine Unschuld in der Affairs beweisen zu können.
00:30:47: Trotzdem...irgendwas ist komisch.
00:30:51: Bleiben wir am Telefon.
00:30:53: Es gibt zwei weitere Anrufe.
00:30:55: Eine Frau ruft dem Hotelern und will auf Französisch wissen, ob Barschel abgestiegen ist – ihr wird natürlich die Auskunft verweigert!
00:31:04: Am frühen Abend führt Barschl ein Ferngespräch.
00:31:08: Mit wem bleibt unklar?
00:31:10: Zurück ins Zimmer threehundertsebzehn.
00:31:13: Gegen halb sieben bestellt sich Barsche die Flasche Wein mit zwei Gläsern.
00:31:19: Also kommt noch jemand.
00:31:21: Hat er jemanden erwartet oder ist das Barschels Täuschung für die Nachwelt?
00:31:26: Der Zimmer-Kellner Jean Pierre Vergory ist der Letzte, der Dr.
00:31:30: Dr.
00:31:31: Uwe Barshall lebend sieht.
00:31:33: Vergory sagt, dass BarshALL keine Krawatte trug als er ihm die Flasche brachte.
00:31:39: Nach dem Telefonat mit dem Bruder um zwanzig nach sieben ungefähr verliert sich die Spur eines Uwe-Barshalls.
00:31:47: Hat er das Hotel verlassen, um Rolof zu treffen?
00:31:51: kam jemand aufs Zimmer.
00:31:52: Die Hotelhalle ist unübersichtlich, man könnte unbemerkt auf's Zimmer dreihundert siebzehn gelangen.
00:31:59: ebenso kann Baschel still und leise das Hotel verlassen haben ohne von der Rezeption zum Beispiel bemerkt zu werden.
00:32:07: Da man den Todeszeitpunkt nicht ermittelt hat lässt sich die Nacht schwer rekonstruieren.
00:32:13: Es gibt nur ein Indiz in der Nacht Hotelangestellte werden durch ein lautes Geräusch.
00:32:21: Der eine meinte, es war eine Art Rumpeln und Schleifen.
00:32:25: Der andere glaubt einen dumpfen Schlag gehört zu haben.
00:32:30: Wach!
00:32:30: Zweiter dritter Stock.
00:32:32: Zimmer dreihundert siebzehn liegt im dritten Stock.
00:32:35: Die beiden machten ein Nikkechen in der Hotel-Halle.
00:32:39: Rotrot Null rotgrün null rot Heinrich Wille.
00:32:45: Es
00:32:45: gibt dann durcheinander mit Belicht und nicht-Belicht an Türanhängern, die zur Zeit kommen, die nichts zuzuordnen waren oder schiedlich dort an der Tür hängen.
00:32:58: Das kryptische Spielchen mit dem Tierschild.
00:33:02: Am frühen Abend nimmt das Zimmermädchen in Baschels Zimmer nicht die Tagesdecke vom Bett weil sie das rote Schild nicht stören sieht.
00:33:13: Die Sternreporter gehen etwa um Mitternacht ins Bett, schauen beim Zimmer vorbei und sehen die rote Seite des Schildes.
00:33:22: Gegen sieben Uhr sammelt ein Kellner die Frühstückszettel an den Zimmern ein.
00:33:27: An der Dreihundertsebzehn hängt kein Schild – null!
00:33:31: Etwa zur gleichen Zeit geht knauers Kollege anders vorbei und sieht das rote Schild.
00:33:38: Um kurz vor elf am Sonntagvormittag kommt das Zimmermädchen vorbei und sieht das Schild jetzt mit der grünen Seite.
00:33:45: Um elf Uhr geht der Minibar-Service rein ins Zimmer, weil kein Schild an der Tür hängt!
00:33:53: Das fehlende Whiskeyfläschchen wird aufgefüllt – deswegen stellt die Polizei fest, dass die Minibars voll sind.
00:34:00: Eine Weinflasche sieht das Service nicht….
00:34:04: Zwischen elf und elf Uhr dreißig kommt wieder das Zimmermädchen und sieht das Schild.
00:34:10: Es hängt mit der roten Seite an der Klinke.
00:34:13: Um
00:34:14: zwölf Uhr betritt Knauer das Zimmer zum ersten Mal, dabei fällt das Schilt
00:34:19: zu Boden.
00:34:20: Möglicherweise hängt er es falsch hin!
00:34:24: Sehr sehr strange dieses Türschild.
00:34:27: natürlich können sich die Zeugen auch getäuscht haben in Farbe und Zeit.
00:34:32: Was den Informanten Rolof angeht, so hat man nie die Identität klären können.
00:34:47: In den
00:35:02: Notizen, die Barschel auf dem Zimmerblock schreibt wird Robert Rohloff öfter erwähnt.
00:35:08: Sieben Blätter umfassen diese Notizen – Zitat ab Blatt fünf?
00:35:29: Sein Name damals Gelsenberg.
00:35:32: Erpunkt kennt Pfeiffer Gelssenberg über einen Freund.
00:35:37: Name nennt er nicht, der ist ausgebildeter Passfälcher.
00:35:41: P-Punkt behauptet dieser oder weitere sind die Hintermänner Pfeifers.
00:35:48: Freund, dass Pfeiffer im Spiegelkonzern sein Unwesen treiben sollte.
00:35:53: Es soll um Erpressung der Firmenleitung gegangen sein mit echten oder gefälschten Dokumenten.
00:36:00: Daraus wurde nichts weil Punkt zur Presse Stelle kam.
00:36:05: Dann wurde Pfeifer auf mich angesetzt.
00:36:08: Blatt sechs R Punkt, R Punkt will mir ein Bild geben das Pfeffer plus Freund zeigt.
00:36:15: er erkannte mich sofort.
00:36:17: Gespräch dauerte zwanzig Minuten, Spaziergang in Flughafen nähe.
00:36:22: Blatt sieben Ich bin sicher das.
00:36:25: er kommt mit dem Bild.
00:36:26: Beschreibung?
00:36:27: Circa einhundert achtundsechzig Zentimeter keinbart dunkelblonde Haare sportlich Jeans blauer Pullover und eine blaue Popeline Jacke Scheint.
00:36:38: Rheinländer zu sein wirkt ängstlich plus misstrauisch.
00:36:43: Laut der Baschelnotizen soll er sich schon auf Gran Canaria bei Uwe Baschel gemeldet haben.
00:36:50: Gefunden wurde dieser Rohloff nie, allerdings es gab mal einen IM-Rohloff bei der Stasi.
00:36:59: hat der was mit dem Baschelfall zu tun?
00:37:02: Wir sprechen noch über die Stasi und wir sprechen über diese eine wichtige Tatortspur.
00:37:09: Nicht nur ein Schriftgutachten wurde erstellt, sondern Heinrich Wille hat auch ein psychologisches Gutachten anfertigen lassen.
00:37:18: Ob man aus diesen Notizen herauslesen kann ob da jemand mit Selbstmordgedanken geschrieben hat?
00:37:26: Das Gutachten des Doktor Dr.
00:37:27: Wegener verneint dies genauso.
00:37:30: ob das Gedankenstützen für eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss eins sein.
00:37:37: Auch da nein!
00:37:52: Die
00:37:52: Obduktion Dr.
00:37:54: Dr.
00:37:55: Uwe Barsche starb an einem Medikamenten-Cocktail, die erste Obduktion war standardmäßig aber doch eher oberflächlich und der Bericht lag vollständig erst Ende November vor.
00:38:08: Äußerlich fällt ein schwaches Hemmatom auf der Stirnbarschels auf, prä-mortal.
00:38:14: Im Magen finden die Genfer Mediziner kleine Blutungen – wie sie vielleicht einen eingeführter Schlauch verursacht haben könnte?
00:38:23: Im Magem blut und Urin wurden fünf Medikamente gefunden….
00:38:28: ob es Tabletten waren!
00:38:30: wird nicht notiert.
00:38:32: Es wurde in
00:38:41: einer derart großen Menge nachgewiesen, sodass Baschel die anderen Mittel eigentlich gar nicht benötigte.
00:38:48: Daneben wurden beruhigende Schlafmittel und ein Mittel, das Erbrechen vorbeugt festgestellt.
00:38:54: Was ja Chef-Ermittler Wille und seine Leute später in dem Whiskyfläschchen nachgewiesen haben!
00:39:00: Der damalige Gerichtsmediziner Frick merken legte sich also auf eine Erzneimittelvergiftung fest und konstatiert wahrscheinlich Selbstmord – eine These die man relativ schnell übernommen hat.
00:39:16: Interessant ist dass Einige Mittel, siebenundachtzig gar nicht mehr auf dem Markt waren – weder in Deutschland noch auf Gran Canaria.
00:39:26: Dafür aber im Ostblock auch in der DDL und in Dänemark.
00:39:40: schaute sich noch mal den Obduktionsbericht an und folgert daraus, dass sich Barschel das totbringende Zyklobarbital nicht selber verabreichen konnte weil er durch die anderen Mittel schon in einem komatösen Zustand war.
00:39:56: Zyklo-Barbital befindet sich quasi noch in der Aufnahmephase im Magen während die anderen Mittels schon in der Ausscheidungsphase sind – im Blut und im Urin.
00:40:10: Dieses Gutachten nährte die Mordtheorie, also muss doch mindestens seine zweite Person im Zimmer gewesen sein.
00:40:19: Zu dem gleichen Schluss kam vorher schon Dr.
00:40:22: Katzung.
00:40:23: Walter Katzung war ein Toxikologe mit Verbindungen zur Stasi.
00:40:28: Im Fall Barschel hat er privat ermittelt, zweihundneunzig.
00:40:32: Katzung hat den zweiten Obduktionsbericht aus Hamburg angeschaut, Brandenberger Dinaus Genf.
00:40:39: Familie Barschl die von Anfang an auf Mord plädierte hatte diese zweite Obduktion veranlasst.
00:40:46: Heinrich Wille brachte alle Toxikologen die mit Barschild beschäftigt waren an einem runden Tisch zusammen um Gewissheit zu haben.
00:40:56: Juni, siebenundneunzig war das.
00:40:59: Zitat aus Willis Buch der Mord Der Keiner Sein Durfte.
00:41:25: Tablettenreste wurden im Magen nicht gefunden.
00:41:28: Wie also hat Barschel Alderszeug geschluckt?
00:41:32: Und jetzt kommen die Schuhe ins Spiel!
00:41:35: Im Zusammenhang mit den Spuren, die man am Badvorleger und am Handtuch gefunden hat sprachen wir ja von einem Lösungsmittel – DMSO Heinrich Wille.
00:41:47: Es geht hier um ein Mittel, was damals im deutschen kriminellologischen Programm noch nicht richtig vorgesehen war.
00:41:55: Was aber beziehliche Sicherheit schon verschiedenlich zum Einsatz gekommen ist – gerade auch im geheimdienstlichen Bereich.
00:42:02: Das ist ein Mittel das in der Tiermedizin schon wohl längere Zeit relevant war.
00:42:09: Das war also der Stoff, der durch die Poren tritt.
00:42:12: DMSO Die
00:42:16: Medikamente respektive Wirkstoffe durch die Haut verabreicht, weil Spuren von DMSO auf dem Handtuch gefunden wurden.
00:42:27: Auch deswegen glaubte Heinrich Wille an Mord und eine wichtige Tatortspur haben wir ja noch gar nicht besprochen.
00:42:37: Hatz Uwe Barsche selbstmord begangen!
00:42:43: Ein Ministerpräsident, der seinen Konkurrenten bespitzeln hat lassen, steht mit dem Rücken zur Wand.
00:42:49: Er sieht keinen Ausweg mehr und deswegen der Freitod – das passt!
00:42:54: Einen Cocktail an Medikamenten lässt sich im Körper finden klingt schlüssig.
00:43:00: Schnell haben sich Behörden und Öffentlichkeit mit diesem Szenario abgefunden.
00:43:06: Deswegen vielleicht auch war die Tatortarbeit so schlampig?
00:43:11: Es bleiben allerdings bei diesem Erklärungsversuch allzu viele Fragen offen.
00:43:17: Es wird immer gesagt, Basche ist dem Skript für humanes Sterben gefolgt – eine Anleitung nach der man die Medikamente einnimmt?
00:43:28: Sich dann in die Badewanne legt?
00:43:30: Benebelt und schlappt.
00:43:31: durch die Wirkstoffe rutscht man dann unter Wasser und stirbt.
00:43:36: Trift alles zu!
00:43:38: Fast….
00:43:40: In genau einem entscheidenden Punkt weicht Barschel von dieser Anleitung ab.
00:43:46: Das Handtuch um sein rechtes Handgelenk stützt den Kopf und verhinderte, dass er ertrinken konnte.
00:43:53: Wo sind die Medikamentenverpackungen?
00:43:56: Barschl könnte diese erhebliche Tablettenmenge lose irgendwo gehabt haben – ja!
00:44:02: Man hat derartige Spuren nicht gefunden oder übersehen….
00:44:07: Warum sollte jemand, der aus dem Leben scheiden will ein Whisky-Fläschchen ausspülen?
00:44:13: Alle Fragen die die Spurenlage stellt kann die Selbstmordtheorie nicht beantworten.
00:44:21: Vor allem das Handtuch auf der Ablage wo Spuren eines Lösungsmittels DMSO gefunden wurden passt gar nicht in die Theorie.
00:44:30: Hätte Barschel da selber rumgewischt?
00:44:32: er hätte braune Finger haben müssen hatte aber nicht gehabt Und so kann man weiter fragen.
00:44:38: Einige Wirkstoffe waren siebenundachtzig nicht mehr auf dem Markt, wo hat sich Barschel die Medikamente besorgen sollen?
00:44:46: Seit der Ehrenwort PK stand Barschl dermaßen im Auge des Sturms verfolgt von den Medien.
00:44:52: Wann hätte er sich die Medikumente besorgn können?
00:44:56: Macht man sich die Mühe falsche Spuren wie zum Beispiel diesen Rohloff zu legen Wenn du sterben willst dann soll es doch einfach passieren.
00:45:06: Dann schreibe ich vielleicht noch einen Abschiedsbrief, indem ich mit der Politik abrechne.
00:45:11: Aber ich schrei be nicht sieben Seiten als eine Art Zusammenfassung.
00:45:16: und jetzt komme ich nochmal auf den eingangs geschilderten Flugzeugabsturz zurück.
00:45:22: Den Barschel als Anschlag wertete und der ihn mächtig veränderte.
00:45:27: Barschl überlebt als einziger ist als sehr gläubige Mensch dankbar, dass es so gekommen ist.
00:45:35: Seine Schwester und Mitarbeiter meinten das er tief beeindruckt war und sich veränderte.
00:45:40: Ernster nachdenklicher wurde, Familie und Kinder höher gehängt hat.
00:45:46: Wenn es so war Frage dir wird zum zweiten mal das Leben geschenkt Und dann Selbstmord?
00:45:53: Und dann sperrst du nicht Mal die Hotelzimmertür ab?
00:45:58: Nicht zuletzt sagen ja viele, die ihn in den letzten Tagen erlebt haben dass da einer war der kämpfen wollte.
00:46:06: War Barschels Lage wirklich so auswegs los?
00:46:10: Er hatte Pläne.
00:46:11: Barsche
00:46:12: soll als Alternative Kanada also auswiegt sich schon ausgesagt haben.
00:46:18: Unter dem Strich Die Selbstmordtheorie war leicht anzunehmen für die, die ein schnelles Ende und ein schnell vergessender Baschelauffäre wollten.
00:46:28: Schon vier Tage nach dem Bascheltod berichtet die Baseler Zeitung vom Versuch politischer Einflussnahme das Geschehen als Selbstmort darzustellen von deutscher Seite.
00:46:43: War es?
00:46:44: Sterbehilfe, dass mindestens eine Person im Zimmer war und das Fläschchen ausgespült hat.
00:46:50: Warum auch immer?
00:46:51: Die Medikamentenpackungen mitgenommen hat?
00:46:54: die Weinflasche kann alles sein!
00:46:58: Warum aber DMSO?
00:47:00: Warum das Hematom auf der Stirn?
00:47:03: Ein Sterbehälfer würde den Menschen stützen, der in der Badewanne sein Ende finden will.
00:47:09: Klar auch dann kann man sich am Türrahmen stoßen aber da sind sie wieder die Zweifel.
00:47:15: Selbstmord-Sterbehilfe.
00:47:18: Heinrich Wille meint Ich
00:47:20: habe eigentlich auch angenommen zum Anfang dass es in Richtung Suizid gehen würde.
00:47:25: Musste aber feststellen das was nicht sehr wahrscheinlich war Wer hat ihn nie darauf verzichtet, wenn er sich jetzt umbringen wollen abzurechnen mit den Leuten die er hinter sich gelassen hatte.
00:47:38: Wer hat ihm nie darauf verzichtet?
00:47:43: Ja... Dann war es Mord!
00:47:46: Wer die Mordbrille aufhat kann die Spurenlage im Wesentlichen erklären.
00:47:53: Das totbringende Zyklobarbital als Letztes verabreicht der Nachweis von DMSO Der, die Mörder bringen Gift durch die Haut bei.
00:48:03: Das Hemmatom auf der Stirn prä-mortal...
00:48:06: Ich hab als Kerne gesehen wie wir so offen da rausgeschleppt wurden.
00:48:10: Die lichten hier sich auf die Schulter.
00:48:12: Auf der einen Seite wird der Kragen getackt Auf der anderen Seite der Gürtel von hinten Da kopfst er, hängt also ein bisschen locker rum an der Tür vorbei und dann stößt man sich halt mal kurz Was anders wird mir dazu nicht weint und mir leid.
00:48:27: Der Hemdsknopf der Abgerissene.
00:48:30: Die Geräusche rumpeln, dumfe Schläge die nachts im Hotel wahrgenommen wurden Das ausgespülte Whiskyflächchen das Verwirrspiel des Türschildes.
00:48:41: Ausgerechnet in der Nacht schliefen Zimmernachbarn nicht im Hotel.
00:48:46: Vielleicht hat es einen Rolloff gegeben vielleicht nicht völlig gleich er wollte sich treffen... ...die nicht abgesperrte Zimmertür Die kleinen Blutungen im Magen, vielleicht durch einen Schlauch.
00:48:59: All diese Punkte erklärt die Mordtheorie plausibler als die Freitodtheorie mit oder ohne Hilfe.
00:49:09: Und weil Mord immer auch mit einem Motiv zu tun hat sind wir jetzt bei Barschitz-Doppelleben.
00:49:17: Hier der Ministerpräsident, der oft rührende Home-Stories drucken und filmen lässt.
00:49:23: Da der Waffenhändler – respektive der Vermittler, der Kontaktmann in diese zwielichtigen Kreise!
00:49:30: In dieser Welt könnte das Motiv begraben liegen.
00:49:35: Seht es mir nach?
00:49:36: Ich kann hier keinen Deep Dive in die geheimdienstlichen Verstrickungen eines Uwe Barschels liefern.
00:49:44: So kompliziert, so verworren.
00:49:46: Ihr würdet nur Bahnhof verstehen.
00:49:48: Das muss man selber lesen.
00:49:50: Es gibt genug Bücher Und wer den Sprung wagt liest von Stasi, CIA Mossat und BND.
00:49:59: Der liest Namen wie Werner Maus Schalk-Golotkowski Khomeini, Ronald Reagan, Ostrowski und Franz Josef Strauss.
00:50:10: Der liest von Südafrika, von U-Boten der Operation Hannibal und von der Iran-Kontraaffäre.
00:50:18: Hdw werft Und und und!
00:50:22: Die Kontakte eines Uwe Barshals in die Schattenwelt der Waffenhändler beginnt Ende der Siebziger Anfang der Achtzigerjahre Als er als Notar gearbeitet hat.
00:50:34: Im Zusammenhang mit dem Fall Barschel wird auch immer die HDW-Werft in Kiel genannt.
00:50:40: Barschl soll als Ministerpräsident versucht haben, die vom Konkurs bedrohte Werft zu retten – indem er eine U-Bootlieferung an das damals von der NATO geächtete und mit einem Waffenembargo belegte Apartheitsregime in Südafrika unterstützte.
00:50:59: Als das Geschäft aufflog hatten die Südafrikaner bereits gezahlt, erhielten aber keine Lieferung.
00:51:05: Barschel konnte das Geld angeblich nicht zurückzahlen weil er es im Wahlkampf verbraucht haben soll.
00:51:11: Daraus entstand die Theorie dass er möglicherweise vom südafricanischen Geheimdienst getötet wurde etwa indem man ihm Gift in die Fußsohlen spritzte.
00:51:24: Einstichlöcher allerdings hat man nicht gefunden.
00:51:26: Hat man vielleicht übersehen oder?
00:51:29: Hat man vertuscht?
00:51:31: Der Ex-Mossattagent Ostrovski beschreibt in seinem Buch einen ziemlich detailreichen Tathergang auf Zimmer threehundertsebzehn.
00:51:42: Fünf Männer sind in das Zimmer rein, haben Barschel die tödlichen Wirkstoffe per Schlauch und Rektal eingeflößt – und dann haben sie ihn in die Badewanne gelegt!
00:51:53: Das ist die Kurzfassung.
00:51:55: Ostrovsky schreibt, dass er das zu seiner Mossadzeit gehört haben will.
00:52:00: Nach der Mossad-Theorie soll Uwe Barschel in ein Netz geheimer Waffengeschäfte zwischen Israel und dem Iran verwickelt gewesen sein.
00:52:09: Im Zentrum steht die sogenannte Operation Hannibal – militärische Güter, die trotz des Iranembargos auf Umwegen weitergegeben worden seien sollen!
00:52:22: Der BND habe So Ostrovski, Barschel über diese Aktion eingeweiht.
00:52:28: Aber aus Sicht Israels ein bisschen zu viel erzählt!
00:52:33: Ministerpräsident Barschl wollte diese Transaktionen im Untersuchungsausschuss eins nach seiner Affäre verraten.
00:52:41: Deswegen sei er nach dieser Theorie vom Mossad beseitigt worden.
00:52:46: Belegt ist das alles bis heute nicht?
00:52:49: Wie glaubhaft Ostrovskis soll jeder für sich
00:52:52: entscheiden?!
00:52:54: Er war Klambaykasse, ging mit dieser Geschichte bei vielen Medienhausieren.
00:52:59: Letztendlich hat er dann sein Buch geschrieben.
00:53:03: Ja?
00:53:04: Uwe Barshall hatte gedroht!
00:53:06: Wissen wir weil die Stasi seine Auto-Telefon abgehört hatte.
00:53:10: und in einem Gespräch meinte Barshll Wenn die mich in Bonn fallen lassen, dann lernen sie mich kennen.
00:53:18: Ungefähr zwei Wochen vor seinem Tod ist dieser Satz gefallen.
00:53:23: Die Stasi-Spur kam Ende der Achtzigerjahre auf, auch da gab es Hinweise auf mögliche Verbindungen zu Waffen und Embargo-Geschäften die jedoch nie belegt werden konnten.
00:53:36: Gesichert ist lediglich das Barschel in die DDR Reiste und Kontakte zum Mitarbeitern der Stasi unterhielt – v.a.
00:53:43: bei er häufiger in Rostock und Warne Münde wie seine Fahrer später bestätigten.
00:53:49: Merkwürdigkeiten gibt es genug, zum Beispiel hatte die Stasi den ersten Obduktionsbericht sehr schnell – da war die Entfassung in Genf noch nicht fertig!
00:54:00: Der Gerichtsmediziner Frick der Baschel auf dem Tisch liegen hatte soll ein Doppelagent gewesen sein.
00:54:09: er habe die Spuren der Fremdeinwirkung verschleiert sagte der Stasi-Offizier Nicole, der nach der Wende Geheimachten verkaufte und damit sein Geld verdiente.
00:54:20: Einen IM Rolof gab es bei der Stasis.
00:54:23: Otto K. Herrmann war der Stellvertreter in der Schweiz von Schalke Golotkowski dem Devisenbeschaffer Nummer eins – Der DDR.
00:54:32: hat er mit dem Fall zu tun.
00:54:35: Chefermittler Heinrich Wille sagte mir, er wurde des Öfteren auf die Stasispur gehetzt.
00:54:42: Wir hatten interessante Spuren und stellen dann doch fest, dass das also nicht sehr ergiebig war.
00:54:49: Komisch!
00:54:50: Die Gaug-Behörde hat damals unserem Chefermittler Wille nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt – die nötig gewesen wären um die Spur eindringlicher zu verfolgen.
00:55:01: Laut dem Ex-Stasi-Offizier Nicole soll Zimmer threehundertsebzehn gar nicht der Tatort gewesen sein sondern ein anderes Zimmer In einem anderen Hotel.
00:55:12: Der Verbrecher in mir sagt, hm eher unwahrscheinlich.
00:55:16: das Risiko entdeckt zu werden den betäubten Barschel unbemerkt von einem zum anderen Hotel zu bringen ist doch zu hoch.
00:55:26: Die letzte Barschlverstrickung die ich aufführen will hat da schon mehr Gewicht.
00:55:32: Uwe Barschild hatte ernstzunehmende CIA Kontakte.
00:55:36: Der amerikanische Geheimdienst soll bei der Ermordung Barschels den Hut aufgehabt haben.
00:55:42: Diese These geht zurück auf Dirk Stoffberg, Agent und Waffenhänder aus Südafrika.
00:55:48: Und er sagte Ja!
00:55:50: Und Barschl wollte ja nach Kanada gehen.
00:55:53: oder bin ich sofort elektrisiert gewesen?
00:55:55: Stoffberg meinte an Eides Stadt gegenüber dem Journalisten Peter F. Müller das Barschen auspacken wollte Hintermänner und ganze Länder auch Deutschland hinhängen wollte, weil er als Vermittler Informationen über Nuklearwaffen an den Iran-und den Irak hatte.
00:56:17: Da wurde die CIA nervös!
00:56:21: Natürlich macht sich der US-Geheimdienst nicht die Fingerschmutzig sondern beauftragte gewisse Firmen mit der Liquidierung Barschels.
00:56:31: Schon merkwürdig, jeder mutmaßliche Wissensträger in der Sache Barsche kam dann auf komischen Wegen zu Tode.
00:56:39: Zum Beispiel der ehemalige Stasi-Offizier Nikol, Stoffberg oder Privatdetektiv Griesen, der von Barschels Bruder Eike beauftragt worden war den Fall zu lösen.
00:56:52: Er wurde tot bei einer Prostituierten gefunden – Herzattacke!
00:56:57: Tags zuvor meinte er Er könne den Fall lösen.
00:57:01: Stehe kurz davor, er müsse nur noch mal nach Zürich!
00:57:05: Und dann geht er zu einer prostituierten ... hm ... und der BND?
00:57:12: In den teilweise freigegebenen Akten findet sich eine Nachrichtendienstliche Meldung aus dem Jahr zweiundneinzig, wonach Baschel am Tag vor seinem Tod Ahmad Khomeini getroffen habe – Den Sohn des Ayatollah Khomani.
00:57:28: Bereits in two-hundert-zweiundneinzig sagte ein BND-Informant gegenüber Ermittlern sinngemäß aus, Baschel habe sich in Genf mit iranischen Vertretern darunter Ahmed Khomeini getroffen und sei nachdem er iranische Forderungen abgelehnt hat beseitigt worden.
00:57:47: Diese Darstellung tauchte schon damals in den Ermittlungen auf und wurde Jahrzehnte später durch die freigegebenen BND-Unterlagen zumindest bestätigt.
00:57:58: Ermittelt wurde nicht!
00:58:01: Heinrich Wille hat seine eigene Meinung zum BND.
00:58:05: Ich meine konkret, dass die Leugnung des Mordes Methode hat.
00:58:10: Wissen Sie, was soll die Akten hergeben?
00:58:13: Die Fakten sind vorhanden und Zweite werden diejenigen, die zu dem Wort verantwortlich sind, keine Akte stehen.
00:58:21: Schauen Sie Franz-Hübert Strauss Platz da, wenn es ja das vom Pronto Französer Strauß holt.
00:58:27: Toll dem Tode-Barschels.
00:58:29: und ab dem Tote-Barshels was geflossen ist.
00:58:32: Ja, das geht dann so durch die Gegend.
00:58:35: Es interessiert mich, es interessiert kann
00:58:38: mir.".
00:58:39: Und welche Rolle spielte Werner
00:58:41: Maus?
00:58:42: Der Privatagent der für den BND gearbeitet hat.
00:58:47: Er war in Genf an diesem Wochenende!
00:58:54: Es war und ist ein großes Rätsel.
00:58:58: Wenn ich euch jetzt noch erzähle, könnt ihr noch!
00:59:01: Wenn ich Euch jetzt noch erzähle, dass Jahr zwölf bekannt wurde das DNA Spuren auf Barschels Krawatte und Socken gefunden wurden... Dass Kieler Landeskriminalamt in seinem Gutachten zu dem Schluss kam, dass die Spuren sowohl von Baschel selbst als auch von einer anderen Person oder anderen Personen stammen, dann hilft uns das nicht weiter.
00:59:27: Die DNA-Spuren sind zu schwach um daraus ein DNA Profil zu gewinnen.
00:59:33: Ein Abgleich mit der Datenbank des Bundeskriminalamts war nicht möglich weil das nur bei konkretem Tatverdacht zulässig ist.
00:59:42: Ein solcher lag nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht vor.
00:59:46: Und jetzt, ihr seid gespannt auf meine oft angeprisene unbekannte Tatortspur?
00:59:55: Schade eigentlich dass das Haar was auf Barschels Bett damals gefunden wurde und definitiv nicht von Barsche stammte im Zuge dieser DNA-Geschichten plötzlich nicht mehr da war!
01:00:15: Und jetzt verwirre ich euch komplett.
01:00:25: Sven Gerke, Arzt und Wissenschaftler hat sich mit Zyklobarbital beschäftigt und weil er persönliche Bezüge zum Beispiel hat ging er der Sache mal nach!
01:00:36: Wir erinnern uns, Zyklobarbital war nach Ansicht der Experten das totbringende Medikament in dem Barschel-Cocktail.
01:00:44: Laut Gerke kann das nicht sein, weil Barschlernmedikamente gewöhnt waren!
01:00:50: Die Dosis hätte viel höher sein müssen... deutsches Radio unternehmen.
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