Nellie Bly- die Star-Journalistin aus dem Irrenhaus

Shownotes

Für ihre Weltreise in Rekordzeit wurde sie bekannt und berühmt: Nellie Bly. Danach war sie die Starjournalistin der New York World, die allerdings vorher schon den Journalismus veränderte.1887 lässt sich Bly in eine - wie es damals hieß – Irrenanstalt einweisen, um Missstände aufzudecken. Der Investigativ-Journalismus war erfunden, ein neuer Ton in den Zeitungsblättern. Vielen Dank an Prof. Martin Wagner (Uni Calgary) für die Mitarbeit an dieser Folge.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Faszinierende Ereignisse.

00:00:02: Spektakuläre Momente, unerwartete Wendungen Jahrhundertgeschichten Stories die das wahre Leben schrieb.

00:00:13: Heute Nelly Bly Die Star-Journalistin aus dem Irrenhaus.

00:00:19: Jahrhundert.

00:00:20: Geschichten Der True Life Podcast mit Armin Gro New York September Armes.

00:00:39: Leicht verwarlos das Mädchen läuft durch die Stadt Der Blick ist leer, apathisch Sie hat Zuckungen, schreibt manchmal auf und spricht immer von... ...verlohrenden Koffern.

00:00:53: Hat sie Angehörige?

00:00:55: Freunde Das Mädchen kann sich nicht erinnern.

00:00:59: Die Polizei greift sie auf Ein Richter weist sie ein.

00:01:04: Black Worlds Island Das berüchtigte Frauenasyl für Geisteskranke.

00:01:12: Genau dort wollte das Mädchen hin!

00:01:15: Sie hat es tatsächlich geschafft, ganz zur Freude von Joseph Pulitzer.

00:01:29: Man nannte sie die Personification of Pluck Die Fleisch gewordene Entschlossenheit.

00:01:35: Aber für ihre Leser in der New York World war sie einfach nur Nelly Bly Eine Frau, die keine Grenzen kannte.

00:01:43: Eine Frau beschlossen hatte, die Regeln nicht nur zu biegen sondern sie komplett zu zerschlagen.

00:01:50: Nelly Bly hat den Journalismus für immer verändert.

00:01:53: Was wir heute als investigative Reportage bezeichnen, hat Nelly-Bly als Stuntjournalismus erfunden In einer Welt, die sich rasant veränderte mitten in dem Lärm zwischen den rauchenden Schloten und den starren viktorianischen Korsets.

00:02:11: Zwischen Armut und Elektrizität, da schlägt Nelly Bly Ende des neunzehnten Jahrhunderts auf.

00:02:18: Das ist eine dieser Autorinnen die immer wieder neu entdeckt wird.

00:02:22: In den USA sie vielleicht ein bisschen bekannter aber auch nicht so bekannt.

00:02:26: Es werden.

00:02:27: immer wieder gibt es einen neuen Anlauf, sie bekannther zu machen.

00:02:30: In der Neunzigerjahre gab's die große.

00:02:48: Martin Wagner ist Professor für Germanistik an der University of Calgary und Direktor der School of Languages, Linguistics, Literatures & Cultures.

00:02:58: Martin Wagner hat die beiden großen Werke eine Nelly Bly ins Deutsche übersetzt und herausgegeben.

00:03:05: Ten Days in a Madhouse and Around the World In Seventy-Two Days.

00:03:10: Nelly By war eine Pionierin, die nicht nur über Missstände schrieb sondern sie am eigenen Leib erlebte.

00:03:18: Sie war die Frau, die den Wahnsinn vortäuschte um die Hölle der Irrenanstalten aufzudecken zur Realität machte, indem sie die Welt in Rekordzeit umrundete.

00:03:55: Frau, die sowas geschafft hat.

00:03:57: Was war die Medienlandschaft?

00:03:58: Die das ermöglicht hat... Das Interessante ist ja, dass Nelly Bly zu Lebzeiten vor allem für das Weltreisebuch oder eigentlich die Weltreiseselbst bekannt war.

00:04:07: Aus heutiger Sicht finde ich diese Standays in a Madhouse, die viel beeindruckendere Arbeit aber in der Zeit damals war es eben die Welt-Reise, die die Leute fasziniert hatten mit der sie wirklich damals sehr bekannt geworden

00:04:20: ist.".

00:04:21: Mit einem legendären Ausspruch hat sie diese Reise an sich gerissen.

00:04:26: An einem Sonntag im Herbst, in der sie im Bett lag, welzte sich hin und her und wünschte sich ans Ende der Welt.

00:04:35: Das war der Geistesblitz!

00:04:37: Warum eigentlich nicht dort hin reisen?

00:04:41: Jules Vernes Roman Figur Phileus Fock kommt ihr in den Sinn, der es in achtzig Tagen um die Welt schaffte.

00:04:48: Blei hatte die Idee weniger als achtzig Tage zu reisen.

00:04:54: Am Montag drauf bespricht sie das Vorhaben mit ihrem Chefredakteur, John Cockerel.

00:05:00: Die leitenden Redakteure der Zeitung New York World fanden die Idee gut und wollten aber einen Mann schicken.

00:05:08: Weil ein Mann weniger Gepäck braucht als eine Frau, weil ein Mann besser auf sich aufpassen kann – so die einhellige Meinung.

00:05:17: Nelly Bly baute sich vor Cockerel und George Turner auf schickt einen Mann und ich starte

00:05:25: am selben Tag für eine andere Zeitung.

00:05:28: Und... Ich schlage ihn!

00:05:30: Cockerel kannte Bly gut genug, um zu wissen, dass sie ihre Drohungen wahrmachen würde.

00:05:36: Und so geht Nelly Bly unter großem Jubel am vierzehnten November, achtzehnhundertneunundachtzig um neun Uhr vierzigund dreißig Sekunden wie die World berichtet in Hoboken an Bord der Augusta Victoria.

00:05:52: Sie guckt sich die Zeitpläne gut an und versucht, das möglichst schnell zu machen.

00:05:56: In der Form hat das Skyler gemacht – die meisten haben es nicht ganz so eilig, wenn sie reisen.

00:06:00: Es stößt eben auf großes Interesse in der Zeit, weil da eine Zeit ist, die einfach viel reißt, wo das ein großes Thema ist und wo es andererseits noch nicht so viel gereist wird, dass es komplett alltäglich wirkt.

00:06:14: eben damals die großen Einwanderungswellen in die USA, die auch dafür gesorgt haben dass es überhaupt diese ganzen Schiffwalzlinien gab das man so oft über den Atlantik fahren konnte.

00:06:23: Es gab darauf aufbauen teilweise einen beginnenden Tourismus.

00:06:27: Das war natürlich auch die große Zeit der Kolonialmacht England, die Infrastrukturen geschafft hatte um die Welt zu reisen und das faszinierte die Menschen damals.

00:06:37: Man muss auch sehen, dass in dem Jahrzehnt nachdem Nellie Bly diese Weltreise gemacht hat einmal zu dieser großen Imperialmacht werden mit Einflussnahme in den Philippinen.

00:06:49: Und Hawaii wird annektiert und wird zu einem Teil der USA, und es gibt sozusagen einen Drang zur Expansion.

00:06:58: Man kann nicht sagen dass Nelly Blyder jetzt als Imperialistin um die Welt reißt aber glaubt man kann schon sagen das ist eine Zeit wo es die Menschen einfach fasziniert dem Globus irgendwie für sich zu beanspruchen sei es als Weltreisende oder sei es.

00:07:14: Trotz

00:07:14: der Bemühungen in der Zeitung, ihre Reise zu organisieren ist sie ohne konkreten Reiseplaner aufgebrochen.

00:07:22: Mit einer wirren Ansammlung von Fahrplänen mit einem Ticket das nur bis London reichte und ständigen Kopfschmerzen.

00:07:31: Ihr Gepäck – Sie wollte es den Männern zeigen – eine einzige kleine Handtasche ihr Outfit ein karierter Mantel und ein passendes Kleid.

00:07:41: Natürlich sitzt Bly beim Abendessen neben dem Kapitän des Schiffes.

00:07:46: Die anderen Passagiere applaudieren ihr, rufen Bravo und daheim in Amerika bricht eine Bly Mania aus!

00:07:54: The World nutzt die Reise für ein geniales Marketing-Manöver – das Nelly Bly Gassing Match.

00:08:02: Millionen von Menschen geben Tipps ab, bis auf die Sekunde genau wann sie zurückkehren wird.

00:08:09: Es gibt Nelly Bly Puppen, Nelly-Bly Hüte und sogar ein Brettspiel!

00:08:13: Sie jagt über den Atlantik das Mittelmeer, das Rote Meer, den Indischen Ozean und den Pazifik.

00:08:20: In Frankreich macht sie einen Umweg um Jules Verne persönlich zu treffen Und als sie schließlich nach seventy zwei Tagen, sechs Stunden und elf Minuten und vierzehn Sekunden in Jersey City eintrifft wird sie empfangen wie ein General nach einer gewonnenen Schlacht.

00:08:38: Kanonenschüsse Feuerwerk Massenaufläufe Sie hat bewiesen die Welt ist klein geworden Professor Martin Wagner.

00:08:48: Es gab dann ja auch noch das weitere interessante Moment, dass ein konkurrierendes Blood in den USA eine andere Journalistin Elizabeth Bisland auch auf Weltreise geschickt hat.

00:08:59: Einmal andersherum um den Globos und in Scarp.

00:09:01: insofern einen zwar nicht von der New York World und nicht von Nelly Bly aber doch eben existierendes Wettrennen um die Welten.

00:09:08: Das wird, das hat die Menschen interessiert.

00:09:10: Bei The Tendace and the Madhouse bleibt es das große Geheimnis so lange sie dort ist und dann wird es im Nachhinein für die Geschichte erzählt.

00:09:17: Und es geht schon um ihren eigenen Text dort, um das was sie dort erlebt hat, um dass was sie da zeigt.

00:09:23: Es geht darum wie sie es geschafft hat sich dort einweisen zu lassen.

00:09:26: Ist es anders im Fall der Weltreise?

00:09:29: Es geht nicht so sehr um Nelly Bly's Texte sondern es geht darum zu sagen wo ist sie jetzt?

00:09:33: Wie weit ist sie schon gereist?

00:09:34: Wie lange dauert es noch bis sie zurück ist?

00:09:36: Sie veröffentlicht auch ihre ausführlichen Texten nach ausführlicher wird als Buch veröffentlich aber im Vordergrund steht wirklich diese Leistung der Weltreise weniger.

00:09:46: Die Reportage, die dann natürlich auch erscheint aber gleichsam als weiteres Merchandise-Produkt für die Weltreisen, die wirklich im Vordergrund

00:09:54: stand.".

00:09:54: Mit dieser Reise wurde Nelly Bly berühmt!

00:09:58: Es ist der Höhepunkt ihrer Karriere – Schiffe und die Eisenbahn machten es möglich.

00:10:03: Damals war so eine Reise ein unglaubliches Unterfangen noch dazu für eine Frau.

00:10:10: Aber ich finde auch Ten Days in a Madhouse ist die wesentlich größere Geschichte.

00:10:16: Kommen wir gleich dazu!

00:10:18: Wie wurde aus einem kleinen Mädchen aus Pennsylvania diese Naturgewalt?

00:10:23: Um Nelly Bly zu verstehen, müssen wir in der Zeit zurückspringen – In eine Welt, in der sie noch nicht Nelly war sondern Elizabeth genannt Pink oder Pinky.

00:10:40: In Cochrane's Mills, einem winzigen Nest im Westen Pencilvanias bringt Mary Jane Cochran ihre Tochter Elizabeth Jane zur Welt.

00:10:50: Es ist eine Zeit in der der Name der Familie noch etwas bedeutet.

00:10:54: Ihr Vater, Judge Michael Cochrand, ist ein Mann von beträchtlichem Ansehen.

00:11:00: Vom Weisenkind das als Schmiedeleerling begann hatte er sich zum Richter und wohlhabenden Mühlenbesitzer hochgearbeitet.

00:11:10: ist sein dreizehntes Kind, das erste aus seiner zweiten Ehe.

00:11:15: In Cochrane's Milts fällt Elizabeth auf.

00:11:18: Während die anderen Mädchen in praktischem Graum-Kaliko herumlaufen, hüllt ihre Mutter sie konsequent in leuchtendes Pink kombiniert mit weißen Strümpfen und Spitzen.

00:11:31: Pinky nennen Sie sie!

00:11:33: Die Kindheit ist geprägt vom Reichtum des Vaters.

00:11:37: Die Familie zieht in ein prächtiges Haus, in Apollo.

00:11:40: In der sogenannten Mansion

00:11:41: Row

00:11:42: und als Pinky gerade sechs Jahre alt ist, stirbt der Vater an einer plötzlichen Lähmung Und er begeht den einen Fehler, den man in dieser Zeit niemals begehen darf Er hinterlässt

00:11:55: kein

00:11:56: Testament.

00:11:57: Auf einmal gibt es überhaupt nicht mehr genug Geld und ihre soziale Situation ändert sich dramatisch.

00:12:04: Was folgt?

00:12:05: ist der Absturz.

00:12:07: Das Gesetz von Pennsylvania sieht keine automatische Absicherung für die Witwe vor, das Erbe des Vaters – dass er selbst auf stolze, siebenundfünfzigtausend Dollar schätzte, damals ein Vermögen wird unter vierzehn Kindern aufgeteilt.

00:12:24: Der Mutter Mary Jane bleibt nur das Widows Third.

00:12:27: Rechnet man es herunter?

00:12:29: Bleiben ihr etwa sechzehn Dollar pro Woche, um sich und ihre fünf kleinen Kinder durchzubringen.

00:12:36: Für eine Familie der Mansion Row ist das kein Abstieg!

00:12:41: Es isst der soziale Totalschaden.

00:12:45: Das prächtige Haus wird versteigert.

00:12:47: Die Familie muss in ein winziges Heim ziehen.

00:12:49: Und dann der Schmerz der jungen Pink Als sie sieht wie ihre Mutter In ihrer Hoffnungslosigkeit Eine verzweifelte Entscheidung trifft.

00:12:59: Sie heiratet Jack Ford, ein gewalttätiger Trinker.

00:13:04: Wir wissen das so genau weil die erst vierzehnjährige Elizabeth Jahre später in einem Gerichtssaal gegen ihn aussagen wird.

00:13:12: Die Mutter nämlich ließ sich scheiden.

00:13:14: Die kleine Pinkie sitzt vor dem Richter und sagt... Er benutzt obszöne Sprache gegenüber meiner Mutter.

00:13:24: Er nennt sie eine Hure

00:13:25: und eine Schlampe.

00:13:26: In jenem Gerichtssaal sieht Pink ihre Mutter zittern, in diesem Moment stirbt das verspielte Mädchen Pinky.

00:13:36: Elizabeth Jane Cochran schwört sich.

00:13:39: mir wird das nie passieren.

00:13:41: ich werde niemals von einem Mann abhängig sein.

00:13:45: Ich werde kämpfen.

00:13:47: Letztlich ist es ja dieser Mut und dieses Geltungsbewusstsein, dass glaube ich viel von dem möglich gemacht hat was sie später gemacht hat.

00:13:54: Dass sie sich getraut hat.

00:13:56: da gibt es gewisse frühe Anlagen für das was die später leistet.

00:13:59: Der Kampf

00:14:00: beginnt mit Bildung.

00:14:02: Pink will Lehrerin werden.

00:14:04: Sie war nicht besonders gut in der Schule.

00:14:06: Sie schreibt sich an der Indiana State Normal School ein Um sich von ihrer Vergangenheit zu distanzieren, fügt sie ihrem Nachnamen ein nobles eh hinzu.

00:14:16: Elizabeth Cochrane.

00:14:19: Doch nach nur einem Semester folgt die nächste bittere Lektion Das Geld ist weg.

00:14:24: Ihr Vormund der wohlhabende Banker Colonel Samuel Jackson weigert sich ihr weiteres Kapital aus dem väterlichen Erbe auszuzahlen.

00:14:33: Ihr seht keine Notwendigkeit in die Unabhängigkeit eines jungen Mädchens zu investieren.

00:14:39: Wütend und mittellos zieht sie mit ihrer Mutter nach Pittsburgh.

00:14:44: Die Stadt ist ein Schlund aus Ruß- und Lärm, aber Pittsburgh wird ihr den Weg in den Journalismus ebnen.

00:14:52: Elisabeth versucht alles!

00:14:54: Sie will arbeiten doch die Türen bleiben verschlossen.

00:14:58: dann Im Januar, eighteenhundertfünfunddachzig ließ sie im Pittsburgh-Dispatch wie so oft die Kolumne von Erasmus Wilson.

00:15:07: Quiet Observations – fast dreißig Jahre schrieb Wilson diese Kolumnene.

00:15:12: Er schreibt in diesen Tagen über Working Girls und bezeichnet arbeitende Frauen als Monstrositäten.

00:15:20: Er fordert sie auf dorthin zurückzukehren wo sie hingehören an den Herd.

00:15:28: Elizabeth Cochran schreibt ein Leserbrief.

00:15:31: Es wütend auf die Texte, die in der Zeitung erschienen sind unterzeichnet ihn als Lonely Orphan Girl und in der Redaktion ist man beeindruckt genug dass man wissen will wer diesen Brief geschrieben hat.

00:15:42: und kurze zeit später fängt dann Nelly Bly an für diese Zeitung zu schreiben.

00:15:46: Die Feder von Elizabeth kratzt nur so übers Papier!

00:15:51: Die Tinte spritzt während sie ihre schlagfertige Antwort schreibt Es ist nicht nur ein Laserbrief, es ist eine Kriegserklärung.

00:16:00: Sie bezichtigt Wilson der Kurzsichtigkeit nach dem Motto Du hast keine Ahnung!

00:16:06: Sie wissen wie es ist einen guten Job zu brauchen aber keinen zu bekommen gerade wenn man arm ist und von Männern abhängig.

00:16:15: Der Laserbriefe wird nie veröffentlicht Aber der Herausgeber George Madden ist so beeindruckt von der Schärfe und Eloquenz dieses Briefes dass er eine Anzeige schaltet, um den Verfasser zu finden.

00:16:29: Übrigens damals war es üblich Leserbriefe mit einem Pseudonym zu unterschreiben.

00:16:35: Pinky unterschrieb eben mit Lonely Orphan Girl einsames Weisenmädchen.

00:16:42: Als eine junge Frau in einem langen schwarzen Seidenkleid atemlos von den vielen Treppen, In der Redaktion stand und den Chefredakteur verlangte Und die Redaktionsgehilfe auf Madden zeigte Lächelte Cochrane und meinte nur Ah!

00:16:59: Da heißt er Ich hatte einen mürischen

00:17:02: alten Mann erwartet.

00:17:04: Madden bietet ihr die Chance ihres Lebens.

00:17:07: Elisabeth soll eine Gegendarstellung schreiben.

00:17:10: Macht sie auch.

00:17:12: Madden redigiert und veröffentlicht den Artikel.

00:17:15: Orphan Girl soll dann über Ehe-Scheidungen schreiben.

00:17:19: Macht Sie!

00:17:20: Madden, redigert und veröffentlicht den Artike.

00:17:23: Kurzum Elizabeth Cochrane wird beim Pittsburgh Dispatch angestellt.

00:17:29: Es braucht aber einen Namen weil Frauen damals immer unter einem Pseudonym geschrieben haben.

00:17:35: Maddon ruft in die Redaktion und bittet um Vorschläge.

00:17:39: Aus einer Ecke.

00:17:40: schalt's Nelly Bly!

00:17:43: Madden jault auf und so wurde aus Elizabeth Cochrane Nelly-Bly wie in dem zeitgenössischen Lied von Stephen Foster.

00:17:52: Sie

00:17:52: schreibt am Anfang kurz noch über Themen sozusagen, die ihr nahelegen.

00:17:56: Die Sphäre der Frauen aber wird dann doch wieder in die Ressource abgeschoben, die den wenigen damals arbeitenden weiblichen Journalisten zur Verfügung standen das heißt über Mode schreiben, über Gartenarbeit schreiben und so weiter.

00:18:12: Das ist das Paradoxe dieser Zeit.

00:18:14: Es gibt sozusagen einen Platz für Nelly Bly im Mediensystem derzeit Aber sie muss sich diesen Platz auch Silber erkämpfen.

00:18:21: Blei schreibt aber nicht lang über Blumen und T-Gesellschaften, sie geht dorthin wo es wehtut.

00:18:29: Vor allem ist sie erst mal gelangweilt von ihrer Arbeit beim Dispatch und sagt dass sie stattdessen nach Mexiko reisen wird und von dort aus berichtet.

00:18:38: Sie taucht ein in die Welt der Fabrikmädchen beschreibt die lebensgefährlichen Bedingungen die Kargenlöhne.

00:18:50: Nach der Mexiko-Reise geht sie nochmal zurück nach Witzburg, will dann aber nach New York und sucht dort nach Arbeit.

00:18:57: Und da ist die Birnhausreportage einen Auftrag Josef Pulitzer als die Chance, die er geboten wird eben journalistisch in New York zu arbeiten.

00:19:19: Professor Wagner, im Eight-Sinhundert-Siebenund-Dachzig.

00:19:22: Was war das für eine Medienlandschaft in der Nelly Bly ihren Platz finden wollte?

00:19:28: Ja,

00:19:28: das ist sicherlich ne große Umbruchsphase des Journalismus boomt.

00:19:32: Es gibt mehr und mehr Zeitungen im letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts.

00:19:36: Es werden breitere Leserschaften erreicht.

00:19:40: es gibt auch einen großen Konkurrenzkampf dann Und die Zeitungen erfinden mehr oder weniger in dieser Zeit das, was man heute als Sensationsjournalismus bezeichnen würde.

00:19:50: Nelly Bly passt da eben auch gut rein.

00:19:53: Sie macht etwas, was keiner vorher gemacht hat aber sie macht es in einer Medienlandschaft, die dafür sehr empfänglich ist.

00:19:59: Es gibt eben eine Interesse daran solche außerordentlichen Frauen wie Nelly-Blys war öffentlich darzustellen und sie ist die erste, die dieses Potenzial voll ausnutzt

00:20:09: unter den Fittichen eines Josef Pulitzas.

00:20:13: Joseph Pulitzer, aus der USA, war ein ungarisch-amerikanischer Zeitungsredakteur und Verleger, der zu einem der einflussreichsten Journalisten der Vereinigten Staaten wurde.

00:20:27: Pulitzer etablierte die New York World durch investigative Berichterstattung, Enthüllungsjournalismus, Werbegegs.

00:20:37: Die World war die führende Stimme der Demokraten.

00:20:41: Um ein breiteres Publikum anzusprechen, führte er Comics, Sport und Damenmodereportagen sowie Illustrationen ein.

00:20:50: Polizer-Zeitungen informierten und unterhielten.

00:20:55: Außerdem gründete Polize auf dem Campus der Columbia University the School of Journalism und richtete die renommierten Pulitzerpreise ein die seit nineteenhundertsebzehn jährlich an Journalisten verliehen werden.

00:21:10: New York im Jahr eighteenhundertsiebenundachtzig ist ein Dschungel!

00:21:14: Bly bewirbt sich erfolglos bei allen New Yorker Zeitungen, sie isst Pleite als sie sich den Weg in das Büro von Colonel John Cockerel dem Chefredakteur der World erzwingt.

00:21:27: Wer jetzt die Idee hatte, Bly in Das Mad House in das Frauen Asyl zu schicken?

00:21:34: lässt sich nicht mehr genau sagen.

00:21:36: Eine Story, weitaus diffiziler als die Weltreise – eine Story, die die Konkurrenz plattmachen wird, Martin Wagner.

00:21:45: Die

00:21:45: psychiatrischen Anstalten derzeit sind in Verhof geraten und sind runtergekommen.

00:21:50: Die Missstände, die dort bestehen werden langsam einer breiteren Öffentlichkeit bewusst.

00:21:56: Auch die Anstalt, in die Nelly Bly reingeht war durchaus schon auf dem Radar der Journalisten.

00:22:03: Andererseits gab es solche Undercover-Arbeit zu der Zeit noch nicht von Frauen, dass man sich überzeugend als geisteskrank darstellt.

00:22:13: Dass man eingewiesen wird in dieser Anstalt.

00:22:15: In dem Maße hat es Undercover Journalismus vorher noch nicht

00:22:18: gegeben.".

00:22:24: Es ist eine Mission ohne Sicherheitsnetz!

00:22:27: Niemand kann ihr garantieren das sie jemals wieder heraus kommt.

00:22:31: In den Monaten vor dem Stand waren die New Yorker Zeitungen voll mit Artikeln, die die Anstalten die Zustände kritisierten.

00:22:40: Zwei Aufseher einer Anstalt wurden wegen fahrlässiger Tötung eines Geisteskranken angeklagt.

00:22:46: Nelly wusste also dass diese Mission mit OM-Risiko verbunden war.

00:22:52: Chefredakteur Cockerel versichert ihr?

00:22:54: Wir kriegen dich da schon wieder raus!

00:22:56: Komm erstmal rein in die Anstaltung sich methodisch vorbereitet.

00:23:09: Überhaupt alle Vorbereitungen musste sie alleine treffen.

00:23:12: Sie lässt sich Straffreiheit für ihr Vorhaben beim Bezirksstaatsanwalt McDonner garantieren, McDonnor wollte sie abhalten eigentlich.

00:23:22: aber Nelly Bleich sprang von ihrem Stuhl auf stampfte mit dem Fuß auf und schwor dass niemand sie ab halten kann.

00:23:30: sie bekam ihre Immunität.

00:23:33: nächtelang übt sie vor dem Spiegel den Blick einer Wahnsinnigen Starr, leer, verloren.

00:23:40: Sie sammelt alte Kleider

00:23:42: um recht

00:23:42: mittellos auszusehen und dann geht's los!

00:23:47: Unter dem Namen Nelly Brown mietet sie sich erstmal in einem Boardinghaus ein.

00:23:52: Ein Boarding Haus oder Mietpension ist damals ein privates Haus indem Gäste oft Frauen gegen Bezahlung, Unterkunft und Mahlzeiten erhalten.

00:24:03: Nelly Bly benimmt sich so seltsam in der Pension, dass andere Frauen vor ihr Angst haben oder gar befürchten ermordet zu werden.

00:24:11: Von der Wahnsinnigen!

00:24:13: Man ruft die Polizei – Der Plan geht auf.

00:24:17: Richter Duffy ordnet ihre Einweisung in ein Krankenhaus an.

00:24:21: Duffy versucht aber auch über die Öffentlichkeit herauszufinden wer dieses Mädchen ist das ich an nichts erinnern kann, Zukunft hat.

00:24:31: Alle New Yorker Zeitungen berichten im September, von einem blassen verwarlosen Mädchen, das niemand kennt.

00:24:43: Nach einer nur sehr oberflächlichen Untersuchung in Bellevue Hospital stuf der Behandelnde Arzt sie als Demand ein.

00:24:52: Ihr trüber apathischer Zustand, das Muskelzucken in ihren Händen und Armen sowie ihr Gedächtnisverlust deuten allesamt auf eine Hysterie hin.

00:25:04: Doch damit nicht genug!

00:25:06: Die durch ihre Kurzsichtigkeit bedingte Popillenerweiterung deutete Arzt Dr.

00:25:12: William C Bastred fälschlicherweise als Anzeichen für Drogenabhängigkeit.

00:25:18: Bereits nach einer einzigen Nacht im Krankenhaus wurde Nelly Blye nach Blackwell's Island Heute Bruce World Islands gebracht.

00:25:27: In eine Anstalt, in der Frauen eingesperrt wurden die als geisteskrank oder geistig behindert galten oder mit denen die Behörden schlicht nicht umzugehen wussten.

00:25:37: Man glaubt ihr, sie wird also in diese Anstalt eingewiesen und so behandelt wie die anderen Anstaltsinsassen auch.

00:25:43: das heißt sie ist das gleiche Essen.

00:25:45: Sie muss dieselben Hygienermaßnahmen über sich ergehen lassen wenn man die so bezeichnen kann und es eben wirklich für zehn Tage Teil dieses Systems.

00:25:54: bis weiß in der Anstaltung auch keiner dass Nelly Bly, die Journalistin Nelly-Bly ist.

00:25:59: Das wird ganz am Schluss

00:26:00: aufgedeckt.".

00:26:01: Mit ten days in a madhouse zehn Tage in einer Anstalt machte Bly die unmenschlichen Bedingungen öffentlich unter denen rund ein tausend sechshundert Frauen auf der Insel im East River festgehalten wurden.

00:26:15: Jeden Morgen wurden die Frauen um fünf Uhr dreißig geweckt.

00:26:18: Anschließend mussten sie von sechs Uhr früh bis acht Uhr abends schweigend in einem eiskalten Raum auf harten Holzbänken sitzen, wehe er eine bewegt sich.

00:26:30: Die Verpflegung katastrophal!

00:26:33: Fahr der Tee trocknes Brot ranzige Butter ungewürztes manchmal verdorbenes Fleisch ein kaum genießbarer Fraß.

00:26:41: auch die hygienischen Bedingungen waren auf das absolute Minimum reduziert.

00:26:46: zum Waschen stand den Frauen lediglich einmal mit eiskaltem Wasser zur Verfügung.

00:26:52: Seife erhielten sie nur einmal pro Woche, ihre Kleidung wurde sogar nur einmal im Monat gewechselt.

00:26:59: Hinzu kommt die ständige und willkürliche Gewalt durch das Personal.

00:27:04: Frauen wurden geohrfeigt wenn sie nicht in der Reihe standen beleidigt und gewirkt sobald sie sich gegen die Behandlungen zur Wehr setzten.

00:27:13: Bley beschreibt auch die oberflächliche Arbeitsweise der Ärzte in der Anstalt.

00:27:18: Einmal den Stempel insane aufgedrückt, gab es medizinisch gesehen eigentlich keinen Ausweg mehr für die Frauen.

00:27:27: Wichtig zu wissen sobald Nelly Bley an der Anstal war hat sie sich nicht mehr verwirrt und verrückt gegeben.

00:27:34: Sie gab sich wie sie war was er aber keinerlei Vorteile einbrachte.

00:27:39: Sie berichtet von dem rauen Ton der Aufseher, ständigen Androhungen und Gewalt von einigen Einwanderinnen, die einfach so weggesperrt wurden ohne tatsächlichen Grund.

00:27:51: Und sie berichtet wie sie für Patienten Klavier spielte – damit ein bisschen Hoffnung durch die Gänge halte.

00:28:01: Nach zehn Tagen war es dann genug!

00:28:04: Mit Hilfe von den Anwelten der New York World kam sie wieder frei, Professor Wagner.

00:28:36: interessiert hat.

00:28:37: Wenn man sich die Überschriften anschaut, dann geht daraus ganz klar hervor dass die Zeitungsmacher dachten.

00:28:44: das Spannende an dieser Geschichte ist eben, dass eine Lieblei es geschafft hat, sich dort einweisen zu lassen.

00:28:49: Es geht also ganz klar darum um

00:28:51: diesen

00:28:52: Skandal aber den Skandal nicht so sehr oder nicht nur der Zustände in der Anstalt sondern den Skandal dass es die junge Frau schafft sich einweisen zu lassen.

00:29:01: Es geht um ihren Mut,

00:29:03: um

00:29:04: ihren Einfallsreichtum genauso sehr wie um die Missstände in der

00:29:08: Anstalt.".

00:29:09: Es ist das erste Beispiel für modernen Investigativjournalismus.

00:29:14: Die Folgen sind massiv Eine Grand Jury nimmt die Ermittlungen auf Das Budget für staatliche Anstalten wird um eine Million Dollar erhöht und die Misshandlungen werden gestoppt.

00:29:25: Nelly Bly ist die gefeierte Reporterin.

00:29:29: Der Job bei der Zeitung, für die sie immer arbeiten wollte war ihr jetzt sicher.

00:29:35: Von da an wagte sie sich an immer brisantere Reportagen.

00:29:39: Sie schlüpfte in die unterschiedlichsten Rollen, um Missstände aus nächster Nähe aufzudecken.

00:29:45: Sie gab sich als arbeitssuchende Kellnerin aus, um die Ausbeutung von Hausmädchen durch Arbeitsvermittlungen zu untersuchen.

00:29:53: Als alleinerziehende Mutter mit einem ungewollten Kind recherchierte sie über den Handel mit Neugeborenen.

00:30:01: Blei fand heraus das Babys schon für zehn bis zwanzig Dollar gehandelt wurden ohne Großfragen zu stellen!

00:30:08: Und natürlich beschreibt sie die bereits geschilderte Weltreise in Rekordzeit.

00:30:14: Nelly Bly war die Star-Journalistin ihrer Zeit.

00:30:19: Zum Enthüllungsjournalismus allerdings kehrte sie nie mehr zurück, sie war zu bekannt man hätte sie überall gleich erkannt.

00:30:28: Martin Wagner

00:30:29: Ich denke Sie hat es sehr genossen wenn man sie erkannt hat Und sie hat es genossen, für ihre Leistung bewundert zu werden.

00:30:38: Es gibt auch Phasen des Lebens wo sie dann weniger produktiv wurde und die sich auch schwieriger waren, wo sie nicht das letztlich geleistet hat was sie leisten wollte als sie Verträge bekommen hat um... Welle dristig zu schreiben, das war irgendwie ein großer Kuh auch ein Zeichen.

00:30:56: Dass sie wirklich bekannt war und dass man von ihr einfach mehr Texte haben wollte.

00:31:00: und das hat sich dann nicht gemacht.

00:31:01: Sicherlich war es nicht immer nur glücklich und einfach für Sie aber den Erfolg genossen hat sie wohl schon.

00:31:07: Stillstand kennt Nelly Bly trotzdem nicht.

00:31:10: Im Jahr eighteenhundertfünfundneunzig im Alter von einundreißig Jahren überrascht sie alle.

00:31:16: Sie heiratet Robert Seaman einen siebzigjährigen Industriellen Kritiker raunen von einer Versorgungsheirat, doch blei sieht darin ein neues Abenteuer.

00:31:28: Nach Siemens Tod übernimmt sie die Leitung seiner Firma – der Ironclad Manufacturing Company.

00:31:34: Sie ist keine Gallionsfigur!

00:31:37: Sie führt das Unternehmen mit eiserne Hand und dem Geist eine Reformerin.

00:31:42: Sie meldet Patente an.

00:31:44: Sie führte revolutionäre Sozialleistungen ein Bibliotheken, Turnhallen und Krankenstationen für ihre ein- tausend Fünfhundert Angestellten.

00:31:54: Doch sie ist zu vertrauensselig!

00:31:58: Während Sie sich um das Wohl Ihrer Arbeiter kümmert, betrügen Sie Ihre engsten Mitarbeiter.

00:32:04: Ein Netz aus Schäckfälschungen und Unterschlagungen treibt die Firma in den Ruin.

00:32:11: Blei kämpft jahrelang vor Gericht Verliert aber fast alles Am Vorabend des Ersten Weltkriegs.

00:32:20: Und als die Kanonen donnern, erinnert sich die einstige Standreporterin an ihre wahre Berufung.

00:32:27: Sie

00:32:27: war eben noch in Europa auf Geschäftsreise und nimmt dann das sozusagen so mit, dass sie die Chance hat Kriegsberichterstatterin zu werden und macht das im Nelly Bly-Steel.

00:32:41: Und schreibt, wie sie halt selber an die Front reißt, an die Ostfront in dem Fall.

00:32:45: Sie ist bei den historischen Soldaten mit dabei.

00:32:47: Wiederum geht es dort um die Momenteaufnahme.

00:32:51: Sie beschreibt die Lazarette.

00:32:53: Sie beschreibt die Küchen in den Lazaretten.

00:32:55: Sie betreibt die Ärzte, die sie da trifft.

00:32:57: Geht sozusagen wieder um ihre Momente aufnahme und schreibt damit durchaus sehr interessante Berichte.

00:33:03: Nach dem Krieg kehrt Nelly nach New York zurück.

00:33:07: Sie ist älter geworden, ihre Mittel sind begrenzt aber ihr Wille ist ungebrochen!

00:33:13: In ihren letzten Jahren schreibt sie für das New York Evening Journal.

00:33:17: Leidenschaftlich hilft sie armen Müttern und Weisenkindern – sie nutzt ihren Namen um Heime zu finden und Spenden zu sammeln.

00:33:26: Als sie am siebenundzwanzigsten Januar, nineteenhundertzwei und zwanzig an einer Lungenentzündung stirbt steht die Welt des Journalismus kurz still.

00:33:36: Sie wird in einem bescheidenen Grab beigesetzt.

00:33:40: weil nicht genug Geld da war bekamen sie nicht mal einen Grabstein.

00:33:45: erst fünfzig Jahre später sorgte der Berufsverband der New Yorker Journalistinnen für einen Grabstein Professor Martin Wagner.

00:33:53: Ich denke,

00:33:54: dass sie sicherlich ganz wesentlich den Möglichkeitenraum für Journalistinnen erweitert hat.

00:34:00: Den Möglichkeitenraum des Journalismus überhaupt erweitern?

00:34:05: Wege gefunden hat auf soziale Missstände hinzuweisen.

00:34:09: Man kann das manchmal zynisch sehen, dass sie sich nur selber in Szene setzt aber sie schafft es eben andererseits auch damit wirklich großes Interesse dafür zu finden wie schlechtes Menschen manchen Menschen geht.

00:34:20: und dann denke ich auch dass die Art und Weise wie Sie sich als Erlebende und Schreibende Journalistin immer mit in die Story hineinbringt für später Reformen des Journalismus, den wir heutzutage sehen.

00:34:45: Ihr Lebensmotto war so einfach wie Radikam.

00:34:48: Bestimme das Richtige?

00:34:50: Entscheide schnell!

00:34:51: Steck Energie rein!

00:34:53: Handle mit Überzeugung!

00:34:54: Kämpfe bis zum Schluss!

00:34:56: Akzeptiere die Konsequenzen und mach weiter... Jahrhundert Geschichten, der True Life Podcast.

00:35:14: Recherchiert,

00:35:15: erzählt und produziert von Armin Gro, ein Original-Podcast von RegioCast, deutsches Radiounternehmen.

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